Sind P2P-Kredite moralisch verwerflich?

Sind P2P-Kredite moralisch verwerflich?

Wenn du regelmäßiger Leser meiner Zeilen auf diesem Blog bist, weißt du, dass ich bereits seit Jahren mein Geld auch in P2P-Kredite investiere. Interessanterweise waren sie sogar meine erste Anlageklasse – noch vor ETFs.

Im letzten Jahr habe ich dann damit angefangen, mein passives Einkommen aus P2P-Krediten jeden Monat rechts in der Seitenleiste zu veröffentlichen. Und das ist eigentlich mehr oder weniger stetig gewachsen.

Man könnte sagen, dass ich auch mit Hilfe von P2P-Krediten schon seit geraumer Zeit erfolgreich Vermögen aufbaue.

In den letzten Monaten erreichen mich jedoch immer mal wieder Nachrichten besorgter Leser, die sich fragen, ob es denn überhaupt moralisch und ethisch korrekt ist, in diese Art von Darlehen zu investieren.

Mit anderen Worten: Sind P2P-Kredite moralisch verwerflich?

Aufgrund dieser immer wieder in unterschiedlicher Form gestellten Frage hab auch ich angefangen, mir darüber ernste Gedanken zu machen. In diesem Artikel möchte ich nun eine – meine persönliche – Antwort darauf geben.

Doch bevor ich das tue, möchte ich zunächst die Argumente der P2P-Kritiker und die der Befürworter wiedergeben. So kannst du dir hoffentlich einen guten Überblick über diese Debatte verschaffen und deine eigene Meinung dazu bilden.

Ich habe daher den Artikel folgendermaßen aufgebaut:

  • Zunächst werde ich die Kritikpunkte, die ich bei meiner Recherche gefunden habe, auflisten und näher erläutern.
  • Anschließend werde ich die Argumente der „Verteidiger“ von P2P-Krediten wiedergeben.
  • Und zum Schluss kommt dann meine eigene Einschätzung. Ich kann jetzt schon mal verraten, dass sich bei mir in Zukunft in Bezug auf P2P-Kredite etwas ändern wird.

Außerdem zeige ich die verschiedenen Möglichkeiten auf, die sich einem potentiellen oder bereits aktiven P2P-Kredite Investor nun bieten.

Standpunkt 1: P2P-Kredite sind moralisch verwerflich

Vor kurzem schrieb mir ein Leser folgendes:

„Ich werde die Sorge nicht los, dass wir uns an Menschen in Zwangslagen bereichern. Menschen, denen seriöse Banken längst keinen Kredit mehr vergeben dürfen, weil sie sich und ihre Familien mit einer zu hohen Schuld belasten würden.“

Es ist einer der Hauptkritikpunkte bei P2P-Krediten:

  • Nur arme Leute und solche, die eine geringe Bonität aufweisen nehmen diese Art von Darlehen auf.

Dadurch, dass wir als Investoren unser Geld diesen Menschen zu hohen Zinsen zur Verfügung stellen, beschleunigen wir die Armuts- und Schuldenspirale. Der Kreditnehmer ist gezwungen, sich immer neue Darlehen zu besorgen, um die alten Darlehen noch zurückzahlen zu können.

Ich habe leider keine Zahlen gefunden, die diese Behauptung bestätigen oder widerlegen. Die Existenz der Rückkaufgarantie bei immer mehr P2P-Plattformen deutet für mich aber darauf hin, dass an diesem Argument schon etwas dran ist.

Der zweite Kritikpunkt lautet:

  • Die Kreditnehmer machen mit dem geliehenen Geld nur Konsumschulden.

Als Investor ermögliche ich also jemandem, genau das zu tun, von dem ich als Finanzblogger absolut gar nichts halte: Konsumschulden zu machen und über die eigenen Verhältnisse zu leben.

Viele der Kredite, in die man auf Plattformen wie Mintos* oder Auxmoney investiert, sind eben solche Konsumkredite. Egal, ob ein neuer Flachbildfernseher oder das neueste iPhone:

Konsumkredite ermöglichen den Kauf solcher Luxusgüter, selbst wenn du es dir eigentlich nicht leisten kannst.

Ich glaube nicht, dass man bei diesem Argument groß diskutieren muss. Wenn Konsumkredit (oder Verbraucherkredit) drauf steht, dann ist es auch einer.

Kritikpunkt Nummer 3:

  • Es ist nicht in Ordnung, für das Geld verleihen Zinsen zu verlangen

Wenn sich ein Mensch Geld leiht, tut er das normalerweise, weil er für eine bestimmte Ausgabe nicht das nötige Kleingeld hat. Es handelt sich also gewissermaßen um Menschen in einer Notlage.

Wer nun dieser Person einen gewissen Betrag zur Verfügung stellt und anschließend – nach einem bestimmten Zeitraum – eine vollständige Rückzahlung des Betrags plus Zinsen verlangt, handelt unmoralisch. Denn er nutzt ja sozusagen die Notlage des anderen aus, in dem er noch zusätzliche Zinszahlungen draufschlägt. So das Argument der P2P-Kritiker.

Klingt zunächst logisch, zeugt aber von einem grundlegenden Mangel an marktwirtschaftlichem Verständnis. Mehr dazu unter dem nächsten Kritikpunkt.

Kritikpunkt Nummer 4:

  • Der von den Kreditnehmern geforderte Zinssatz ist zu hoch und daher moralisch fragwürdig

Manche Kritiker erkennen zwar an, dass der Zins in unserer Marktwirtschaft zum einen den Preis des Geldes darstellt und zum anderen eine Entlohnung für das eingegangene Risiko des Darlehensgebers ist. Ihrer Meinung nach ist jedoch der von P2P-Plattformen (bzw. den Darlehens-Anbahnern) geforderte Zinssatz zu hoch.

Um den Anlegern eine Jahresrendite im zweistelligen Bereich anbieten zu können, verlangen viele Darlehensgeber Zinssätze im 3-stelligen Bereich. Meistens handelt es sich dabei um kurzfristige Darlehen mit einer Laufzeit von mehreren Wochen oder Monaten.

So kannst du beispielsweise beim spanischen Kreditverleiher CreditStar einen Kredit über 300 € mit einer Laufzeit von 30 Tagen anfordern. Zurückzahlen musst du aber insgesamt 390 €, was aufs Jahr gerechnet einen Zinssatz von fast 2.900 % bedeutet.

Ein weiteres Beispiel: Der britische Kreditverleiher Moneyboat bietet einen Kredit über 400 Pfund mit einer Laufzeit von 4 Monaten an. Das Darlehen soll in 4 Raten von jeweils 156,04 Pfund zurückgezahlt werden. Der aufs Jahr gerechnete Zinssatz: 255,5 %.

moneyboat - p2p-loans
Die Startseite von Moneyboat – unten im Kleingedruckten die Zinssätze.

Sowohl CreditStar als auch Moneyboat sind als Darlehensanbahner auf der Plattform Mintos vertreten.

Auf dieses Argument gehe ich etwas später noch ein. Nur soviel kurz als Erinnerung:

Der Zins ist immer der Preis des Geldes.

Diese vier Kritikpunkte habe ich bei meiner Recherche zur Frage, ob P2P-Kredite moralisch verwerflich sind, entdeckt. Natürlich ist nicht jeder dieser Meinung. Es gibt – wie immer – auch die andere Seite.

Standpunkt 2: P2P-Kredite sind NICHT moralisch verwerflich

Einer der leidenschaftlichsten Verteidiger von P2P-Krediten im deutschsprachigen Raum ist wohl Lars Wrobbel. Auf seinem Blog „Passives Einkommen mit P2P-Krediten“ schreibt er seit ein paar Jahren regelmäßig über seine Erfahrungen mit dieser noch immer recht neuartigen Geldanlage.

Lars reist sogar mehr oder weniger regelmäßig ins Baltikum (wo sich derzeit die meisten P2P-Plattformen tummeln), um sich mit den Verantwortlichen diverser P2P-Plattformen zu unterhalten und einen Einblick in ihre Geschäftspraktiken zu bekommen.

Natürlich kommt auch er nicht um die Frage der Ethik von P2P-Krediten herum. Bereits vor ein paar Jahren ist er ebenfalls auf die Frage eingegangen, ob P2P-Kredite moralisch verwerflich sind. Die ersten drei Argumente, die ich hier nun in Kurzform wiedergeben werde, stammen von ihm.

Gegenargument #1:

  • Banken verleihen auch dein Geld, du weißt nur nicht an wen und zu welchem Zins

Dieses Gegenargument zielt auf diejenigen ab, die ihr Angespartes lieber auf der Bank liegen lassen als es in „moralisch fragwürdige“ P2P-Kredite zu investieren. Sie bedenken dabei allerdings nicht, dass ihr Geld nicht wirklich bei der Bank in irgendeinem Tresor liegt.

Denn Banken verdienen vor allem damit Geld, dass sie es an andere verleihen und dafür Zinsen kassieren. In der Regel wissen wir als ihre Kunden aber nicht, an wen und zu welchem Zinssatz. Trotzdem ist es unser Geld, mit dem das geschieht.

Ich persönlich sehe dies als eins der stärksten Gegenargumente an.

Gegenargument #2:

  • Auch andere Geldanlagen sind nicht zu 100% ethisch

Als Beispiel können wir uns ETFs, eine aus guten Gründen inzwischen sehr beliebte Art der Geldanlage, näher ansehen. Wenn du in einen physisch replizierenden ETF investierst, der den globalen Aktienindex MSCI World abbildet, bist du indirekt an mehr als 1.600 Unternehmen beteiligt. Dabei kannst du davon ausgehen, dass nicht jedes einzelne dieser Unternehmen immer zu 100% ethisch handelt.

Selbst wenn du in einen sogenannten „nachhaltigen“ ETF, wie der MSCI World Socially Responsible Index (SRI), kannst du dir nicht sicher sein, ob das der Fall ist. Hier werden zwar bestimmte Branchen kategorisch ausgeschlossen (z.B. Alkohol und Tabak), der Fast-Food Gigant McDonald’s aber beispielsweise nicht. Wie nachhaltig und ethisch ist das in Bezug auf unsere Taille und unsere Gesundheit?

Es ist zwar nicht unmöglich, aber auch weniger einfach als gedacht, 100% nachhaltig und ethisch zu investieren.

Gegenargument #3:

  • Wir können nicht in den Kopf des Kreditnehmers schauen

Ein weiteres Argument von Lars geht auf das gängigste Vorurteil gegenüber den Kreditnehmern ein. Wir denken, sie sind alle hedonistische, verantwortungslose Menschen, die sich ständig irgendwelche Luxusgüter kaufen wollen, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können.

Vielleicht ist es aber auch ganz anders: Während es für uns wie eine Konsumausgabe aussieht, ist es für den Kreditnehmer in Wahrheit eine Investition in seine Zukunft. Er nutzt das Darlehen, um endlich seine Schulden zurückzuzahlen und seine Finanzen in den Griff zu bekommen.

Lars geht in seinem Artikel sogar davon aus, dass er durch das Investieren in P2P-Kredite Menschen hilft. Sein Fazit:

„Und einem Menschen zu helfen, ist für mich letztlich mehr wert, als wenn einige Leute mit meinem Geld Unfug treiben, bzw. irgendwann ihre Raten nicht mehr bezahlen können, weil sie sich übernommen haben.“

Grundsätzlich würde ich Lars hier Recht geben. Allerdings befürchte ich, dass die Zahl der Menschen, denen mit einem solchen Darlehen tatsächlich langfristig geholfen ist, verschwindend gering ist.

Gegenargument #4:

  • P2P-Kredite sind nicht gleich P2P-Kredite

Klingt verwirrend? Ist es aber nicht. Denn nicht jeder P2P-Kredit ist der typische, von vielen so stark kritisierte, Konsumkredit. Es gibt Hypothekendarlehen, Autodarlehen, Geschäftsdarlehen, und sogar Agrardarlehen. Allein bei Mintos* lässt sich zwischen acht verschiedenen Kreditarten auswählen.

Mintos Kreditarten
Auswahl der Kreditarten beim Mintos Auto-Invest

Ganz zu schweigen von Plattformen wie Estateguru* oder Debitum Network*, die sich auf Immobilien- und Geschäftskredite spezialisiert haben.

Mit anderen Worten: du hast die Wahl, in welche Art von Krediten du investierst!

Welche Möglichkeiten hast du als Investor nun?

Solltest du jetzt immer noch Bedenken haben, in P2P-Kredite zu investieren, hast du nun folgende Möglichkeiten:

1) Du investierst gar nicht in P2P-Kredite

Du kannst dem ganzen Dilemma aus dem Weg gehen und dich dafür entscheiden, gar nicht in P2P-Kredite zu investieren. Egal um welche Kreditart es sich handelt.

Um erfolgreichen Vermögensaufbau zu betreiben, bist du nicht auf diese Anlageklasse angewiesen.

2) Du investierst manuell und prüfst jeden einzelnen Kredit

Die wohl aufwändigste und daher für die meisten unrealistischste Möglichkeit ist tatsächlich das manuelle Investieren. Du prüfst jeden einzelnen Kredit so gut es geht, bevor du dein Geld rein steckst.

Du versuchst dadurch sicher zu stellen, dass du nur in Kredite investierst, bei denen du ein gutes Gewissen hast. Aber selbst dann bleiben wahrscheinlich Restzweifel. Und der zeitliche Aufwand ist einfach zu hoch. Diese Variante kommt für mich daher nicht in Frage.

3) Du änderst deine Auto-Invest Einstellungen

Wie du weiter oben bereits gesehen hast, gibt es zumindest bei Mintos die Möglichkeit, bei deinen Auto-Invest Einstellungen anzugeben, in welche Kreditarten du investieren möchtest (und in welche nicht!).

Natürlich musst du dir dabei dessen bewusst sein, dass Mintos sich auf Konsum- bzw. Verbraucherkredite (klingt viel besser, oder?) spezialisiert hat. Wenn du das Häkchen also dort entfernst, könnte es schwierig werden, immer voll investiert zu sein (ich hab’s aber selbst nicht getestet).

4) Du investierst nur auf Plattformen, die keine Konsumkredite vergeben

Als letzte Möglichkeit kannst du nur auf jenen Plattformen investieren, die sich auf andere Kreditarten spezialisiert haben. Ich bin beispielsweise seit über einem Jahr bei Estateguru* investiert, wo ich quasi indirekt mein Geld in Immobilien anlege.

Seit kurzem mache ich meine ersten Erfahrungen mit Debitum Network*, die ausschließlich Geschäftsdarlehen vermitteln. Weitere Plattformen, bei denen die klassischen Konsumkredite keine Rolle spielen, werden dieses Jahr möglicherweise dazu kommen.

Mein Fazit

Es sind inzwischen ein paar Monate vergangen, seitdem ich das erste Mal von einem Leser gefragt wurde, ob P2P-Kredite eigentlich moralisch verwerflich seien. Ich habe mich lange davor gedrückt, mich dieser Frage zu stellen, habe es nun aber doch getan.

Ich habe es mir dabei nicht leicht gemacht und in den letzten Wochen viel darüber nachgedacht und recherchiert.

Fakt ist, dass ich sowohl die Argumente der Kritiker, als auch die der Befürworter und Verteidiger nachvollziehen kann.

Zusammenfassend kann ich aber folgendes sagen: Ich bin nicht der Auffassung, dass es verwerflich ist, für das Verleihen von Geld Zinsen zu verlangen. Diese sind lediglich der Preis des Geldes. Und der Preis wird in einer Marktwirtschaft von Angebot und Nachfrage bestimmt. Solange es Menschen gibt, die bereit sind zu einem Zinssatz im 3- oder 4-stelligen Bereich sich Geld zu leihen (Nachfrage), werden diese hohen Zinssätze von den Anbietern in diesem Sektor verlangt werden (Angebot).

Die Verantwortung liegt also in erster Linie bei den Menschen, die solche Darlehen in Anspruch nehmen.

Nichtsdestotrotz ist es schwer vorstellbar, dass eine Mehrheit dieser Kreditnehmer einen verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Finanzen pflegt und das aufgenommene Darlehen tatsächlich als Investition wahrnimmt und dementsprechend einsetzt.

Als Finanzblogger predige ich natürlich unter anderem, dass du deine eigenen Konsumgewohnheiten überdenken solltest und dir nur Dinge kaufst, die du dir auch tatsächlich leisten kannst.

Kann ich dann guten Gewissens das Verhalten dieser Menschen durch meine Tätigkeit als P2P-Investor unterstützen?

Wenn es sich um einen Konsumdarlehen handelt, nein.

Und jetzt?

Womit wir beim letzten Argument der P2P-Befürworter wären: nicht jeder P2P-Kredit ist für den Konsum bestimmt. Daher ist für mich der letzte Lösungsansatz auch der sinnvollste und der, für den ich mich persönlich entschieden habe.

Das bedeutet in erster Linie, dass ich meinen Auto-Invest bei Mintos* anpasse. Ab jetzt investiere ich dort nur noch in Kreditarten, die nichts mit Konsum zu tun haben. Außerdem habe ich die bereits erwähnte Plattform Debitum Network* in mein Portfolio aufgenommen.

Für mich ist das Thema „P2P-Kredite“ also keineswegs gestorben. Im Gegenteil – ich freu mich darauf, in Zukunft weitere Plattformen mit Geschäfts- oder Immobilienkrediten zu testen und darüber zu berichten.

Sind P2P-Kredite moralisch verwerflich? Ich würde sagen: nein, nicht wirklich. Trotzdem finde ich es gut, wenn man sich mal mit den Pro- und Kontra-Argumenten auseinandersetzt und anschließend eine Entscheidung trifft, die mit dem eigenen Gewissen vereinbar ist. Ich habe meine getroffen.

Wie siehst du das? Sind P2P-Kredite moralisch verwerflich? Welche(s) Argument(e) überzeugen dich am meisten? Schreib es mir in die Kommentare!

4 Gedanken zu „Sind P2P-Kredite moralisch verwerflich?“

  1. Hi Carsten,

    Ich finde P2P-Kredite eigentlich reicht reizvoll, da es aus meiner Sicht eine Win-Win-Situation darstellt. Der eine bekommt kurzfristig Geld für eine Anschaffung und der Kreditgeber kann sich ein wenig Geld durch Zinsen verdienen.
    Da ich mich bei dem Thema aber nicht weiter als dein Beitrag führt auskenne, wollte ich Dich noch Fragen ob du ungefähr einschätzen kannst, wie hoch das Risiko ist, dass sich jemand den Kredit aufnimmt und dann zahlungsunfähig wird, ergo den Kredit nicht zurückbezahlen kann?

    Danke und Gruß
    Timotheus

    1. Hi Timotheus,

      Danke für deinen Kommentar. Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, da geb ich dir Recht.
      Die Leichtigkeit, mit der man heutzutage in vielen Ländern diese kurzfristigen Kredite bekommt, führt allerdings dazu, dass die Kreditnehmer oft Menschen sind, die bereits Geldprobleme haben bzw. sich bestimmte Dinge nicht leisten können (also eigentlich aufgrund von schlechter Bonität nicht „kreditwürdig“ sind). Das eigentliche Problem (ihr Umgang mit Geld) wird durch das Aufnehmen eines solchen Kredits aber nicht gelöst.

      Das führt natürlich zu einer recht hohen Ausfallrate (der Kredit wird nicht zurückgezahlt), worauf immer mehr Plattformen mit der sogenannten Rückkaufgarantie reagieren: Sie locken weitere Investoren damit an, dass sie versprechen ausgefallene Kredite vom Investor zurückzukaufen, damit der Investor keine Verluste macht…. die Frage ist nur, wie lange das gut geht…

      Also das Ganze ist durchaus auch mit Risiken verbunden, derer man sich bewusst sein sollte, bevor man als Investor einsteigt. Hoffe, das hilft dir weiter!

      Viele Grüße,

      Carsten

  2. Hallo Carsten
    Da hast du dich gut in das Thema eingearbeitet.
    Ich habe mich letztens auch intensiver mit dem Thema beschäftigt und mir auch Hilfe dazu geholt: http://p2p-game.com/p2p-kredite-und-die-moral-bleibt-auf-der-stecke-mir-doch-egal und schichte in Konsequenz daraus immer mehr in Geschäfts/Immokredite um …
    Allerdings musst du bei Grupeer aufpassen da sind auch z.T. Konsumentenkredite hinter den Krediten versteckt… Alles nicht so einfach 😉
    grüße
    Thomas

    1. Hi Thomas,
      danke für die Verlinkung deines Artikels. Du (bzw. ihr) habt das durchaus auch sehr genau beleuchtet und einige interessante Punkte herausgearbeitet. Mir scheint, dass sich nach und nach immer mehr P2P-Investoren in diese Richtung Gedanken machen und nach Alternativen suchen.
      Was Grupeer betrifft hast du natürlich Recht, allerdings kann man das sehr einfach bei den Auto-Invest Einstellungen verhindern, dass man in Konsumentenkredite investiert 🙂

      Viele Grüße,
      Carsten

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