7 Tipps für weniger Zeug, mehr Geld und viel mehr Glück

Ich weiß nicht, wie oft ich die gleiche Leier schon gehört habe. „Klar, ich hab einen guten Job und verdiene ordentlich. Aber an Sparen oder gar Geldanlage ist nicht zu denken! Dafür reicht es einfach nicht.“

Ehrlich gesagt: ich kann’s nicht mehr hören.

Natürlich kannst du sparen und dein Geld erfolgreich anlegen! Du hast es bisher nur noch nicht gelernt. Aller Wahrscheinlichkeit nach bist du ein Sklave deines Lebensstils und deiner Konsumgewohnheiten.

Du hast zu viel Zeug, kaufst dir zu viel Zeug und hast deswegen weder genug Geld, noch bist du zufrieden.

Das muss aber nicht so bleiben. Du kannst daran etwas ändern. In diesem Artikel zeig ich dir, wie.

Ich hab mich dabei mal wieder von einem Buch, das ich neulich gelesen habe, inspirieren lassen. Es heißt „5 Day Weekend“* und ist meines Wissens nach nur in englischer Sprache erhältlich.

Folgende Tipps der Autoren geb ich dir hiermit weiter:

Tipp #1: Erkenne, dass du mehr als die Summe deiner Habseligkeiten bist

Das, was du besitzt, gehört dir. Aber selbst wenn du alles verlieren solltest, bist du immer noch der selbe Mensch. Du siehst immer noch gleich aus, du hast die selbe Persönlichkeit, den selben Charakter, die selben Fähigkeiten und das selbe Wissen.

All diese Dinge sind viel wichtiger als dein Zeug. Wichtiger für deinen Erfolg, dein Glück und dein Vermögen.

Nicht umsonst sprechen alle erfolgreichen Menschen davon, dass die beste Investition, die sie je getätigt haben, die Investition in sich selber war. In ihre Bildung, in ihre Fähigkeiten.

Wenn du dich an deinen Kram klammerst, als wäre er ein Rettungsring, besitzen diese ganzen Dinge DICH, statt umgekehrt.

Mach dich davon frei und denk dran: du bist viel mehr als die Summe deiner Habseligkeiten.

Tipp #2: Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen

Die Erfindung von Social Media war Segen und Fluch zugleich. Ein Segen, weil man plötzlich sich mit Menschen auf der ganzen Welt auf eine Art und Weise verbinden und im Kontakt bleiben konnte, die vorher undenkbar gewesen wäre.

Ein Fluch, weil es dazu geführt hat, dass wir unser Leben permanent mit dem der anderen vergleichen.

  • Wo haben die Müllers dieses Jahr wieder Urlaub gemacht? Da müssen wir auch mal unbedingt hin!
  • Hast du die schicken Schuhe gesehen, die Marco in seinem neuen Profilbild trägt? Die brauch ich auch!
  • Jansens haben sich den neuen Hybrid von BMW zugelegt. Meinst du nicht, wir bräuchten jetzt auch ein neues Auto?

Wer nur auf andere schaut, wird entweder überheblich („ich hab so viel mehr als die“) oder neidisch („was die sich alles leisten können“). Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen und gib dich zufrieden mit dem, was du hast.

Dein Geldbeutel wird es dir danken.

Tipp #3: Hör auf, andere beeindrucken zu wollen

Es gibt da diesen einen schönen Spruch:

„Mit dem Geld, das wir nicht haben kaufen wir uns Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen.“

Schon mal passiert? Und selbst wenn es Leute sind, die du magst: wenn sie wahre Freunde sind, musst du sie nicht durch besonders schicke Kleidung und ein tolles neues Auto beeindrucken. Sie werden dich mögen, weil du so bist, wie du bist.

Als Teenager ist es normal, wenn du deine Sitznachbarn in der Schule mit deinen neuen Sneakers beeindrucken willst. Als Erwachsener hast du es eigentlich nicht mehr nötig, deine Nachbarn zu beeindrucken.

Hinterfrage stattdessen bei jedem Kauf deine Motivation. Warum willst du es haben? Eine ehrliche Antwort auf diese Frage sollte dir helfen, bessere Kaufentscheidungen zu treffen.

Tipp #4: Denke darüber nach, was dich wirklich glücklich macht

Nimm dir inmitten deines hektischen Alltags mal fünf Minuten Zeit und denke über dein Leben nach.

  • In welchen Situationen warst du wirklich glücklich?
  • Mit wem warst du zusammen?
  • Woran lag es, dass du so glücklich warst?

Wahrscheinlich wird dir dabei bewusst werden, dass es sehr häufig Erfahrungen mit anderen lieben Menschen sind, die in deinem Leben für ein absolutes Highlight gesorgt haben. Oft kosten diese Erfahrungen nicht mal viel Geld (manchmal sogar gar keins).

Materielle Dinge können dagegen immer nur bedingt glücklich machen. Fokussiere dich daher auf Erfahrungen und Menschen. Das steigert nicht nur dein Glück, es schont in der Regel auch deinen Geldbeutel.

Tipp #5: Sei dankbar und lebe in der Gegenwart

Es gibt kaum ein einfacheres Rezept für Glück als das der Dankbarkeit. Es kostet nichts und lässt sich direkt ab heute umsetzen.

Wenn du regelmäßig darüber nachdenkst, wofür du in deinem Leben dankbar sein kannst, entwickelst du automatisch ein positiveres Lebensgefühl.

Zumindest war das meine Erfahrung, als ich vor einigen Monaten damit angefangen habe, jeden morgen das 6-Minuten Tagebuch zu benutzen.

Das 6-Minuten-Tagebuch - Ein Buch, das dein Leben verändert, Mix aus Sach-, Praxis- und Notizbuch
  • Das simpelste und wirkungsvollste Instrument zu einem glücklicheren und erfüllteren Leben: Glück ist kein Zufall, sondern eine Frage der Einstellung und Denkmuster. Nutze die...

  • Das Konzept basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen: Hunderte Veröffentlichungen wurden durchforstet, um die Spreu vom Weizen der Forschung zu trennen. Das Ergebnis ist ein...

  • Das tägliche Schreiben wird – mehr als bei jedem anderen Tagebuch – zum Kinderspiel: Zur Umsetzung deiner Ziele fehlen dir NICHT die Fähigkeiten, sondern das richtige SYSTEM....

  • Fokus auf Fortschritt und das Gute im Leben: Wer sich gut fühlen will, muss auch gut denken. Ein Prinzip des Tagebuchs ist deshalb nicht auf das zu schauen, was fehlt oder nicht...

  • Du lernst dein inneres Glück von den äußeren Umständen zu trennen: Wie oft hast du schon gedacht: Wenn ich dieses oder jenes (neuer Partner, Gehaltserhühung...) erreiche, dann...

Die erste Aufgabe besteht jeden morgen darin, drei Dinge aufzuschreiben, wofür man dankbar ist. Zugegeben, das ist am Anfang gar nicht so einfach. Vor allem, wenn es jeden Tag drei neue Dinge sein sollen.

Aber wie bei anderen Dingen auch, wird es mit der Zeit einfacher. Und es wirkt. Ich kann seitdem gelassener mit Rückschlägen und negativen Erfahrungen umgehen.

Mein Fokus liegt jetzt noch stärker auf den Dingen, die gut sind und für die ich dankbar sein kann.

Ich merke: ich brauche nicht noch mehr Zeug, um glücklich zu sein. Das bin ich schon jetzt.

In der Gegenwart zu leben fällt mir dagegen nach wie vor schwer. Meditation soll dabei helfen. Dafür nehme ich mir noch viel zu wenig Zeit, aber ich arbeite dran.

Tipp #6: Meide Werbung, so gut es geht

Überall lächelt sie uns an, winkt uns zu, fordert unsere Aufmerksamkeit: die Werbung.

In seltenen Fällen kann sie hilfreich sein. Zum Beispiel, um uns auf ein Angebot für etwas aufmerksam zu machen, das wir sowieso kaufen wollten. In den meisten Fällen verführt sie uns jedoch dazu, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen, die uns nicht dauerhaft glücklich machen und die wir uns manchmal gar nicht leisten können.

Um dich vor dieser Verführung zu schützen kannst du folgendes tun:

  • Reduziere deinen Fernsehkonsum. Nutze stattdessen lieber Angebote wie Amazon Prime oder Netflix, um genau das zu sehen, was du willst. Ohne 5-minütige Werbeunterbrechungen.
  • Installiere einen Adblocker in deinem Browser.
  • Reduziere deine Zeit auf Social Media Seiten wie Facebook und Instagram. Auch dort nimmt die Werbung immer mehr zu, was sich auch mit einem Adblocker nicht verhindern lässt.
  • Klebe ein Schild auf deinen Briefkasten: „Keine Werbung bitte!“

Natürlich wirst du trotzdem noch mit Werbung konfrontiert werden. Aber nicht mehr so oft und intensiv wie vorher. Es würde mich nicht wundern, wenn sich das letztendlich auch auf deinen Geldbeutel auswirkt.

Tipp #7: Trenn dich alle sechs Monate von deinem Kram

Selbst wenn du alle vorhergehenden Tipps beachtest, kann es passieren, dass sich bei dir zuhause mit der Zeit so einiges an Kram ansammelt.

Vieles davon landet in irgendwelchen Schubläden oder Schränken, wo es in den nächsten Monaten und Jahren ungenutzt herumliegt. Es macht daher durchaus Sinn, regelmäßig durch deinen Haushalt zu gehen und Dinge zu entsorgen, die du nicht mehr brauchst.

Manches davon kannst du eventuell dank Plattformen wie rebuy, momox, oder eBay-Kleinanzeigen sogar noch zu Geld machen.

Es geht hier nicht darum, möglichst asketisch zu leben. Sondern dich von allen Dingen, die eher Belastung statt Nutzen bringen, zu trennen.

Ob das dann alle 6 Wochen oder nur 1 mal im Jahr stattfindet, ist dabei nur zweitrangig. Hauptsache, du machst es.

Fazit

Vermögensaufbau fängt genau genommen bereits an der Kasse an. Wer sich weniger unnützes Zeug zulegt, ist klar im Vorteil.

Denn das führt nicht nur zu mehr Geld auf dem Konto, sondern auch zu mehr Glück, Zufriedenheit und Freiheit.

Wie du das schaffst?

Denk immer dran, dass du viel mehr bist als die Summe deiner Habseligkeiten. Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen und sie beeindrucken zu wollen. Nimm dir mal ein paar Minuten Zeit und denke darüber nach, was dich wirklich erfüllt und glücklich macht.

Mach dir bewusst, wofür du alles dankbar sein kannst und lebe im Hier und Jetzt. Meide Werbung wie der Teufel das Weihwasser und trenn dich regelmäßig von deinem überflüssigen Kram.

Zum Schluss noch ein Zitat aus dem erwähnten Buch, das ich hier im englischen Original wiedergebe:

„Money won’t make you happy – if you’re miserable without it, you’ll be even more miserable with it. Choose simplicity and be happy. Use your riches to create freedom for yourself and make a difference for others, rather than to impress people or accumulate stuff.“

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Wie siehst du das? Findest du die 7 Tipps hilfreich?

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