Vermögen aufbauen für die Rente – Privat für’s Alter vorsorgen

Vermögen aufbauen für die Rente

Eins dürfte den meisten Deutschen inzwischen klar geworden sein: die gesetzliche Rente wird bei den wenigsten ausreichen, um den Lebensstandard im Alter halten zu können.

Die Lebenserwartung der Deutschen steigt, die Geburtenrate sinkt oder bleibt zumindest niedrig. Das führt dazu, dass immer weniger Berufstätige immer mehr Rentner finanzieren müssen. Eine Rechnung, die auf Dauer nicht aufgehen kann.

Die Konsequenz ist, dass das sogenannte Rentenniveau – also das Verhältnis zwischen einer Rente nach 45 Jahren mit Durchschnittslohn und dem aktuellen Durchschnittsverdienst – seit Jahren sinkt.

Im Jahr 2000 lag es noch bei über 50%, inzwischen nur noch bei 48%. In zehn Jahren sollen es dann nur noch 43% des Durchschnittseinkommens sein, das einem als lebenslange Rente ausgezahlt wird.

Das Rentenniveau sinkt seit Jahren
Das Rentenniveau sinkt seit Jahren. Quelle: bpb.de

Auch wenn die Politik natürlich fleißig darüber diskutiert und immer wieder neue Lösungsvorschläge präsentiert: die sicherste und meiner Meinung nach beste Variante, um sich vor Altersarmut zu schützen, ist nach wie vor die private Altersvorsorge durch den eigenen Vermögensaufbau.

Als Moneybuilder übernimmst du die volle Verantwortung für deine Finanzen und verlässt dich nicht auf die Hilfe des Staates. Ganz praktisch sieht das dann so aus.

Schritt #1: Überblick verschaffen

Der erste Schritt muss darin bestehen, dass du dir einen Überblick über deine momentane finanzielle Situation verschaffst und deine Rentenlücke ausrechnest.

Auch wenn es nicht unbedingt Spaß macht: nimm dir mal am Wochenende einen ganzen Tag Zeit dafür, deine Finanzen zu ordnen. Schreib dir auf…

  • … wie hoch dein monatliches Einkommen ist (wenn du selbständig bist, nimmst du dein Jahreseinkommen geteilt durch 12).
  • … woher du dein Einkommen beziehst. Hast du nur eine Einkommensquelle oder mehrere?
  • … wie hoch deine monatlichen Ausgaben sind.
  • … wo dein Geld hinfließt: notiere dir, in welche Kategorie eine bestimmte Ausgabe jeweils fällt. Also z.B. „Wohnen“, „Transport“ oder „Verpflegung“.

Auch hier kannst du (falls notwendig) deine Jahreswerte nehmen und sie durch 12 teilen. Eine Smartpohne App oder eine Excel-Tabelle können dabei sehr hilfreich sein, vor allem, wenn es darum geht, deine Ausgaben den verschiedenen Kategorien zuzuordnen.

Du kannst natürlich auch einfach Papier und Stift dafür benutzen.

Nach dieser Aufgabe solltest du einen ersten Überblick darüber haben, wo dein Geld jeden Monat hinfließt und ob du in der ein oder anderen Kategorie unnötig viel Geld ausgibst.

Wenn du Schulden hast, solltest du auch diese aufschreiben. Wenn es Konsumschulden sind, kannst du überlegen und prüfen, ob du sie schneller als bisher zurückzahlen kannst.

Zu guter Letzt rechnest du noch deine Rentenlücke aus. Das geht z. B. hier.

Jetzt hast du einen Überblick über deine derzeitige finanzielle Situation und dein finanzielles Ziel – die Höhe der Rentenlücke, die du schließen musst.

Schritt #2: Ausgaben senken

Weiter geht es mit dem Senken deiner Ausgaben. Hierbei geht es explizit NICHT darum, dass du zum Minimalisten wirst, der sein Netflix-Abo kündigt und nur noch ZDF Mediathek schaut, um ein paar Euro mehr im Monat sparen zu können.

Stattdessen lautet das Stichwort: Optimieren.

Viele laufenden, monatlichen Kosten lassen sich ohne großen Aufwand senken. Und vor allem, ohne auf irgendetwas verzichten zu müssen. Oft hat man seit Jahren den gleichen Handyvertrag, den gleichen Stromvertrag und den gleichen DSL Vertrag.

Gerade hier steckt aber viel Sparpotential. Ruf die entsprechenden Anbieter einfach mal an und erzähl ihnen, dass du darüber nachdenkst zu kündigen. Oft bekommst du dann, ohne danach fragen zu müssen, ein besseres Angebot.

Selbst wenn diese Methode nicht funktionieren sollte, kannst du immer noch auf einem Vergleichsportal (wie z.B. check24 oder Verivox) oder mit Hilfe der Vergleichsrechner von Finanztip (für Strom und fürs Handy) einen günstigeren Tarif finden.

Auch bei anderen Ausgaben kannst du dich immer wieder fragen:

Kann ich das in gleicher Qualität und Menge auch günstiger bekommen?

Es ist grundsätzlich immer hilfreich, die eigenen Konsumausgaben zu überdenken und sich dessen bewusst zu sein, dass Vermögensaufbau bereits an der Kasse beginnt.

Es geht schließlich um deine Rente. Alles, was du jetzt zur Seite legen und investieren kannst, kommt dir später in Form eines höheren monatlichen Einkommens zugute.

Bonus-Tipp

Wenn du Lust und Zeit hast, kannst du auch dein Einkommen erhöhen und dadurch noch schneller Vermögen für die Rente aufbauen. Das Buch „Geldrezepte“ von Marco Lachmann-Anke* gibt einige gute Anregungen, wie das klappen kann.

Schritt #3: Sparsystem einrichten

Nachdem du die ersten beiden Schritte gegangen bist, solltest du nun in der Lage sein, jeden Monat einen gewissen Betrag auf die Seite zu legen. Mit anderen Worten: du sparst regelmäßig.

Dabei reicht es nicht, wenn du dir ein Sparschwein in die Wohnung stellst und bei Gelegenheit ein paar Münzen oder Scheine einwirfst. Wenn du erfolgreich Vermögen für die Rente aufbauen willst, brauchst du ein Sparsystem. Etwas, das du einmal einrichtest und anschließend nicht mehr daran denken musst.

Für dein Sparsystem benötigst du ein separates Konto, auf das deine monatliche Sparsumme per Dauerauftrag überwiesen wird. Dies kann ein zweites Girokonto sein, noch besser ist ein Tagesgeldkonto. Denn dann bist du nicht in der Versuchung dein Erspartes auszugeben.

Ich nutze für mein Sparsystem z.B. die Tagesgeldkonten von Moneyou und Cosmos Direkt. Es geht hier allerdings nicht um einen möglichst hohen Zinssatz, sondern um die ständige Verfügbarkeit deines Geldes. Somit ist jedes andere Tagesgeldkonto auch dafür geeignet.

Denn auf diesem Tagesgeldkonto liegt dein sogenannter Notgroschen.

Das ist Geld, das für Notfälle da ist. Wenn die Waschmaschine kaputt geht, das Auto streikt oder dir wider Erwarten gekündigt wird. Um ruhig schlafen zu können, brauchst du dann eine Notreserve, die du anzapfen kannst. Sie gibt dir ein Gefühl der Sicherheit: jetzt, aber vor allem auch später in der Rente.

Ansonsten musst du in den Dispo (sprich, dein Konto überziehen) und das kann aufgrund der hohen Dispozinsen teuer werden. Wie hoch dein Notgroschen sein sollte, kannst nur du entscheiden. Wichtig ist, dass du dich damit wohl und sicher fühlst. Ein paar tausend Euro sollten es aber mindestens sein.

Zusammenfassung

Eröffne ein kostenloses Tagesgeldkonto (falls du noch keines hast) und entscheide dich für eine monatliche Sparrate, mit der du dein Notfallkonto über die nächste Zeit auffüllen kannst. Diese Sparrate sollte nicht zu hoch sein, denn für den nächsten Schritt brauchst du ebenfalls eine monatlich gleichbleibende Summe. Dann erstellst du einen Dauerauftrag, der zu Beginn (!) des Monats deine Sparsumme auf das Tagesgeldkonto überweist.

Allein mit Tagesgeld und Notgroschen baust du natürlich noch kein Vermögen für die Rente auf. Dafür musst du regelmäßig investieren, also dein Geld anlegen. Dazu kommen wir nun im nächsten Schritt.

Schritt #4: ETF-Sparplan einrichten

Regelmäßig zu sparen ist ein wichtiger Schritt. Aber wenn du danach aufhörst, wirst du es sehr schwer mit dem Vermögensaufbau für deine Rente haben. Der Grund: die Inflation.

Denn sie führt dazu, dass dein angespartes Geld an Kaufkraft verliert, wenn du es nicht gewinnbringend anlegst.

Ein Rechenbeispiel

Du hast dir für die Rente 50.000 Euro angespart, die jetzt auf einem Sparbuch liegen. Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2% p.a. beträgt die Kaufkraft dieses Betrags in 10 Jahren nur noch rund 41.000 Euro, in 20 Jahren noch knapp 34.000 und in 30 Jahren sogar nur noch etwa 28.000 Euro!

Es ist also essentiell, dass dein Erspartes eine Rendite abwirft. Optimalerweise eine, die höher als die durchschnittliche Inflation liegt. Das ist weder mit einem Sparbuch, noch mit Tages- oder Festgeld zu schaffen.

Was sind die Alternativen?

Was ist mit Immobilien?

Manche setzen alles auf eine eigene Immobilie, um im Alter sich wenigstens die Miete zu sparen. Das kann funktionieren, aber es gibt auch Gründe, die dagegen sprechen.

Zum einen sind die Immobilienpreise in vielen Regionen Deutschlands sehr hoch, was einen Kauf für viele Leute schwer bis unmöglich macht. Zumindest, wenn man nicht Gefahr laufen will, sich finanziell komplett zu übernehmen.

Zum anderen will nicht jeder sich um eine eigene Immobilie kümmern müssen, wenn Reparaturen, Renovierungen oder ähnliches anstehen.

Und zu guter Letzt legt man sich mit einer Immobilie auch ein Klumpenrisiko zu. Wenn damit irgendetwas schief laufen sollte, ist die private Altersvorsorge dahin.

Immer mehr Deutsche sehen sich daher zu Recht nach Alternativen um.

Immer noch zu wenige trauen sich dabei an die Börse. Zu groß ist die Angst vor Verlusten, zu stark das Bedürfnis nach Sicherheit bei der eigenen Geldanlage.

Keine Angst vor der Börse

Dabei ist die Börse nach wie vor die attraktivste Alternative zu Immobilien-Investments, wenn man die historische Rendite betrachtet. Um diese Rendite auch einzufahren und Vermögen für die Rente aufzubauen, solltest du dich an ein paar Grundregeln halten.

Am einfachsten umzusetzen sind diese mit Hilfe eines ETF-Sparplans. Ein ETF ist ein Fonds, der die Wertentwicklung eines Aktienindex wie den DAX oder den Dow Jones abbildet und daher nicht aktiv gemanagt werden muss (eine genauere Erklärung findest du hier). Dadurch ist er kostengünstig und beschert dir als Investor die durchschnittliche Rendite des Aktienindex, für den du dich entschieden hast.

Optimalerweise wählst du dafür einen globalen Index wie den MSCI World oder den FTSE All-World. Das streut dein Risiko weltweit und über mehr als 1.500 Unternehmen.

Mit einem ETF-Sparplan investierst du jeden Monat (alternativ dazu auch alle 2 Monate oder quartalsweise) einen fixen Betrag in deinen ETF. Dadurch nimmst du die Emotionen heraus und bist nicht in der Versuchung, auf einen Kursanstieg oder -abfall mit Gier oder Panik zu reagieren.

Stattdessen kaufst du mit deinem Sparplan bei niedrigen Kursen automatische mehr Anteile des ETF und bei höheren Kursen automatisch weniger Anteile.

Ein Rechenbeispiel

Du richtest dir einen Sparplan für 200 Euro im Monat ein. Im Januar liegt der Kurs deines ETF bei 50 Euro. Dein Sparplan kauft also 4 Anteile vom ETF (4×50=200). Anschließend steigt der Kurs im Februar auf 66 Euro. Der Sparplan kauft 3,03 Anteile (3,03×66=200). Im März sinkt er aber auf 40 Euro, wodurch der Sparplan 5 Anteile kauft (5×40=200).

In der Regel schwankt der Kurs eines ETFs nicht so stark wie im Rechenbeispiel beschrieben. Ich hoffe, dass das Prinzip des Durchschnittskosteneffekts dadurch aber leichter zu verstehen ist.

Für deinen ETF-Sparplan brauchst du also einen ETF (den du dir z.B. mit den sehr hilfreichen Filtern von justETF oder auch extraETF heraussuchen kannst). Anschließend brauchst du ein Wertpapierdepot, in dem deine ETF-Anteile aufbewahrt werden.

Wie in diesem Artikel erklärt, empfehle ich aufgrund der Gebührenstruktur für kleinere Sparbeträge bis 100 Euro das Depot von comdirect*, für größere Beträge >100 € das Depot der DKB*. Wenn du gerne dein Depot direkt auf dem Smartphone hast, kannst du dich auch für Trade Republic* entscheiden.

Entscheidend ist allerdings, dass dein ausgewählter ETF dort auch handelbar UND sparplanfähig ist! Das solltest du vorher unbedingt auf der entsprechenden Webseite des jeweiligen Depotanbieters nachschauen.

Manchmal kannst du das auch direkt bei justETF oder extraETF herausfinden (wenn du weit genug nach unten scrollst, nachdem du dir einen ETF herausgesucht hast).

Zusammenfassung

Fassen wir noch mal zusammen:

  • Wenn du dein Geld NICHT investierst, verliert es aufgrund der Inflation stetig an Kaufkraft.
  • Eine beliebte Geldanlage ist die eigene Immobilie, die jedoch aus diversen Gründen nicht für jedermann geeignet ist.
  • Eine attraktive Alternative ist die Geldanlage per ETF-Sparplan, der sehr einfach eingerichtet werden kann und langfristig gesehen beste Renditen verspricht.

Mit einem ETF-Sparplan bist du auf jeden Fall auf einem guten Weg, Vermögen für die Rente aufzubauen. Warum sich ETFs grundsätzlich gut für den Vermögensaufbau eignen, erfährst du übrigens in diesem Artikel.

Schritt #5: Private Rente beziehen

Egal, ob du dich letztendlich für einen thesaurierenden oder ausschüttenden ETF entscheidest: sobald du in Rente gehst, kannst du von deinem jahre-, wenn nicht jahrzehntelangen Vermögensaufbau per ETF-Sparplan profitieren und sozusagen eine zusätzliche „private“ Rente beziehen.

Gut zu wissen…

Ein thesaurierender Fonds legt die eigenen Gewinne wieder an, wodurch der Anleger optimal vom Zinseszinseffekt profitiert. Diese Variante eignet sich daher vor allem für jene, die noch Jahrzehnte bis zur Rente haben. Ein ausschüttender Fonds dagegen, gibt die Gewinne in Form einer Ausschüttung (meistens ein mal im Quartal oder Halbjahr) an die Investoren weiter. Dadurch eignet er sich eher für diejenigen, die jetzt schon passives Einkommen generieren wollen oder nicht mehr viel Zeit bis zur Rente haben.

Private Rente bei ausschüttenden ETFs

Wer sich von vornherein für einen ausschüttenden ETF entschieden hat, wird sich schon vor Renteneintritt über kontinuierlich steigende Ausschüttungen freuen können. Du musst also gar nichts mehr aktiv für deine private Rente tun. Einfach weiterhin die Ausschüttungen erhalten.

Je früher du angefangen hast und je höher deine Sparrate, desto höher natürlich auch dein regelmäßiges, passives Zusatz-Einkommen in der Rente.

Was bei ausschüttenden ETFs zu beachten ist: sobald der steuerliche Freibetrag für Kapitalerträge im Jahr (801 € für Singles, 1602 € für Ehepaare) überschritten wird, fallen auf alle Ausschüttungen Steuern an. Das solltest du also unbedingt einkalkulieren.

Der Vorteil besteht allerdings darin, dass du eventuell schon etwas früher die wöchentliche Arbeitszeit reduzieren kannst. Viele wollen oder können nicht bis 67 im Job Vollgas geben.

Die Einkommenseinbußen lassen sich dann durch das passive Einkommen (sprich, die regelmäßigen Ausschüttungen) wieder ausgleichen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man auch in der Rente nicht unbedingt Anteile des ETF verkaufen muss. Das spart Transaktionskosten.

Ein Nachteil wiederum liegt darin, dass die wenigsten ETFs monatlich ausschütten (sondern quartalsweise). Deine private Rente kommt somit nur alle paar Monate herein. Auch das solltest du bei deinen Planungen unbedingt berücksichtigen.

Private Rente bei thesaurierenden ETFs

Thesaurierende ETFs eignen sich für die private Altersvorsorge besonders dann, wenn du in deinem Job (oder deiner Selbständigkeit) sehr zufrieden bist, deine Arbeitszeit nicht reduzieren willst und den Zinseszinseffekt optimal ausnutzen möchtest.

Wenn du dich für einen thesaurierenden ETF entschieden hast, musst du dir keine Gedanken über eventuell anfallende Steuern auf Kapitalerträge machen – denn solange du keine Anteile verkaufst, erzielst du auch keine Kapitalerträge. Allerdings wird seit 2018 die sogenannte Vorabpauschale auch bei thesaurierenden ETFs berechnet.

Für genauere Infos zur Besteuerung von ETFs verweise ich dich auf diesen Beitrag von justETF.

Der entscheidende Nachteil bei thesaurierenden ETFs als private Altersvorsorge sind die fehlenden Ausschüttungen. Um trotzdem eine private Rente zu beziehen, hast du zwei Möglichkeiten.

  1. Du verkaufst immer wieder Anteile des Fonds und hoffst, dass die Wertsteigerung des Fonds die Entnahmen ausgleichen.
  2. Du verkaufst alle Anteile des Fonds und kaufst stattdessen einen ausschüttenden ETF.

Der Nachteil bei Variante 1 sind die wiederkehrenden Transaktionskosten. Jeder Verkauf kostet dich in der Regel bares Geld. Am günstigsten kommst du in diesem Fall derzeit bei Trade Republic* davon, wo du pauschal 1 € pro Transaktion bezahlst.

Der Vorteil bei Variante 1 ist, dass du nicht auf einen Schlag für die Gewinnsteigerungen der letzten Jahre oder Jahrzehnte Steuern zahlen musst. Womit wir auch schon beim großen Nachteil von Variante 2 wären.

Wenn du alle Anteile deines ETF auf einmal verkaufst, fallen darauf natürlich Steuern an. Und das kann ziemlich demotivierend sein, wenn plötzlich ein großer Batzen Geld (der gefühlt ja dir gehört!) von deiner Depotbank einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet wird.

Der Vorteil besteht allerdings darin, dass du nur zwei mal Transaktionskosten hast: beim Verkauf des thesaurierenden ETFs und beim anschließenden Kauf des ausschüttenden ETF. Danach kannst du dich entspannt zurücklehnen und dich auf die regelmäßigen Ausschüttungen freuen.

Ich persönlich habe mich daher schon jetzt für einen ausschüttenden ETF entschieden.

Rechenbeispiel

Du hast dir für die Rente 50.000 Euro angespart, die du jetzt in den ETF deiner Wahl investierst. Zusätzlich zahlst du jeden Monat 100 Euro in deinen ETF-Sparplan ein. Bei einer durchschnittlichen Rendite von 5% p.a. werden daraus nach 10 Jahren fast 100.000 Euro, nach 20 Jahren ungefähr 174.000 Euro und nach 30 Jahren sogar knapp 300.000 Euro!

Fazit

Die staatliche Rente wird für die meisten von uns höchstwahrscheinlich nicht reichen. Wir müssen uns daher überlegen, wie wir privat fürs Alter vorsorgen können und für die Rente Vermögen aufbauen.

Das muss nicht sonderlich zeitaufwendig oder kompliziert sein. Du verschaffst dir einen Überblick, damit du weißt, wo du stehst und wo du hin willst. Anschließend senkst du klug deine Ausgaben und schaffst so die Möglichkeit noch mehr zu sparen.

Du richtest dir einen ETF-Sparplan ein, bei dem du jeden Monat eine fixe Summe in einen weltweiten Aktienindex investierst und dadurch vom Wachstum der globalen Wirtschaft profitierst. Dabei solltest du dir überlegen, ob du einen wiederanlegenden (thesaurierenden) oder einen ausschüttenden ETF auswählst.

Je nachdem, wofür du dich entscheidest, musst du bei Renteneintritt nichts weiter tun (bei ausschüttenden) oder eine von mehreren Möglichkeiten auswählen.

Mehr brauchst du nicht zu tun. Nur dich über deine private Rente freuen 🙂

Mich würde jetzt interessieren: War dieser Artikel für dich hilfreich? Oder brauchst du noch mehr Informationen dazu? Und wenn ja, welche? Schreib mir deine Antwort gerne in die Kommentare!

Ein Gedanke zu „Vermögen aufbauen für die Rente – Privat für’s Alter vorsorgen“

  1. Hallo,

    schade das hier noch keiner ein Kommentar zurückgelassen hat. Ich finde diesen Beitrag wirklich sehr toll geschrieben und hoffe das viele viele Leute da draußen auch endlich anfangen für sich selbst zu investieren. Es ist ein super Erklärung um den Einstieg zu finden.
    Ich möchte auf meiner Seite https://familien-freude.de/familien-finanzen/
    jungen oder werdenden Familien helfen Geld zu sparen und ihnen die Augen öffnen auch Geld zur Seite zu legen, schaut doch mal rein.

    Gruß Stefan

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