Meine finanziellen Ziele für 2018 – der Rückblick

5 finanzielle Ziele für 2018 hatte ich mir gesteckt

Vor fast genau einem Jahr war es soweit:

Ich habe mich getraut, meine finanziellen Ziele für das Jahr 2018 öffentlich zu machen. Und damals versprochen, am Ende des Jahres ein ehrliches Fazit zu ziehen.

Noch mal zur Erinnerung: Meine Vorsätze waren die ETF-Strategie zu optimieren, meine laufenden Kosten zu senken, mein passives Einkommen zu steigern, meine Sparquote zu erhöhen und großzügig zu spenden.

Und so ist es bei mir gelaufen.

Vorsatz #1: ETF-Strategie optimieren

Das Ziel zu Beginn des Jahres war klar.

Ich wollte meine ETF-Strategie mehr in Richtung passives Einkommen ausrichten. Bis dahin hatte ich ausschließlich thesaurierende ETFs im Portfolio, also solche, die ihre Gewinne wiederanlegen.

Das ist zwar schön für den langfristigen Vermögensaufbau (dank Zinseszinseffekt), aber es generiert eben kein passives Einkommen.

Daher habe ich jetzt seit einigen Monaten meinen Sparplan neu ausgerichtet:

  • zu 50% in einen thesaurierenden ETF und
  • zu 50% in einen ausschüttenden ETF

Ich finde, das hat vor allem einen psychologischen Effekt: es motiviert, wenn man alle paar Monate eine Ausschüttung ausgezahlt bekommt.

Außerdem habe ich ein neues Depot eröffnet.

Ich bin zwar nach wie vor ein Fan der comdirect und werde mein Depot dort* weiterhin behalten. Doch leider sind die Kosten des Sparplans dort von der Höhe der Sparrate abhängig (1,5% der Summe).

Das ist zwar für Anfänger, die eine geringe Sparrate haben, perfekt.

Für mich bedeutet es allerdings, dass meine Kosten jedes Mal gestiegen sind, wenn ich meine Sparrate erhöht habe.

Deswegen habe ich mir vor einigen Monaten einen Sparplan bei der DKB* eingerichtet. Die Kosten dort betragen 1,50 € pro ETF, den ich bespare. Egal, ob meine Sparrate 50 oder 5.000 Euro beträgt.

Um meine Kosten noch weiter zu senken, habe ich den Sparplan im Zwei-Monats-Rhythmus eingestellt. Für das Besparen der beiden ETFs zahl ich somit alle zwei Monate 3 €.

Günstiger geht es kaum.

Mein erstes Ziel für 2018 hab ich also erreicht und noch eins draufgelegt.

Vorsatz #2: Laufende Kosten senken

Die laufenden Kosten zu senken ist einer der wichtigsten Schritte beim finanziell fit werden.

Im Jahr 2018 wollte ich daher vor allem bei zwei laufenden Kosten genauer hinschauen:

  • bei den Stromkosten und
  • den Kosten der Krankenkasse

Um die Stromkosten zu senken, gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten: weniger Strom verbrauchen und den Anbieter wechseln.

Mit Ersterem hat es für meine Frau und mich bereits ganz gut geklappt. Wir haben innerhalb eines Jahres ca. 1.300 kWh verbraucht.

Als Belohnung gab es eine dreistellige Rückzahlung vom Stromanbieter.

Bei meiner Recherche zu Letzterem bin auf cheapenergy24* gestoßen. Das ist kein eigener Stromanbieter, sondern sie kümmern sich für dich um den Anbieterwechsel. Das einzige, was du tun musst, ist dich dort mit deinen Stromkostendaten anzumelden.

Cheapenergy24 schaut dann, ob sie einen günstigeren Anbieter für dich finden können. Und das tun sie nicht nur einmal, sondern jährlich. Du musst dich selbst um nichts kümmern und bist immer beim für dich günstigsten Anbieter.

Was es dich kostet?

Dir wird eine Provision berechnet, die von der Höhe deiner Ersparnis beim Wechsel abhängig ist:

  • bei weniger als 100 € Ersparnis im ersten Jahr, zahlst du gar nichts
  • ansonsten kostet dich der 1. Wechsel 30% deiner Ersparnis,
  • der 2. Wechsel 25% und
  • ab der 3. Optimierung zahlst du nur noch 20% der Ersparnis.

Vielleicht ist dir dieser Preis zu hoch und du kümmerst dich lieber selbst um den Anbieterwechsel.

Ich persönlich finde das Angebot von cheapenergy24* aber genial. Wenn ich das Sparen und Optimieren in diesem Bereich einfach abgeben kann, nehme ich die Provisionszahlung dafür gerne in Kauf.

Daher habe ich mich dort bereits angemeldet. Sobald mein aktueller Stromvertrag ausläuft (im Sommer 2019), werde ich ein Optimierungsangebot von cheapenergy24 bekommen.

Wenn es soweit ist, werde ich an dieser Stelle davon berichten.

Bei der Gesundheit sparen?

Einige Monate lang habe ich dieses Jahr darüber nachgedacht, ob ich die Krankenkasse wechseln sollte, um mehrere hundert Euro im Jahr zu sparen.

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind zu etwa 95% gleich. Ein großes Risiko geht man bei einem Wechsel also nicht ein.

Deswegen habe ich mich auch nach anfänglichem Zögern dazu entschieden, meine jetzige Krankenkasse zu kündigen und zu wechseln.

Da ich die Kündigung erst vor kurzem eingereicht habe, findet der Wechsel erst im neuen Jahr statt.

Bei meinem Vorsatz die laufenden Kosten in diesem Jahr zu verringern, bin ich also teilweise erfolgreich gewesen: Mein Stromanbieter hat den monatlichen Abschlag deutlich gesenkt, nachdem er mitbekommen hat, wie wenig Strom meine Frau und ich verbrauchen.

Im neuen Jahr werde ich dann sehen, ob cheapenergy24 noch etwas günstigeres für uns finden kann und wie hoch die Einsparungen durch den Krankenkassenwechsel sein werden.

Vorsatz #3: Passives Einkommen steigern

In diesem Bereich hatte ich vor allem zwei Möglichkeiten hervorgehoben, mit denen ich im Jahr 2018 mein passives Einkommen steigern wollte:

  1. Mit meinen Geldanlagen (ETFs und P2P-Krediten)
  2. Mit dieser Webseite (durch Affiliate-Links)

Ersteres hat auf jeden Fall geklappt (siehe u.a. Vorsatz #1). Ich habe in diesem Jahr bereits ein paar Mal Ausschüttungen meiner ETFs auf meinem Girokonto* entdeckt 😉

Auch bei den P2P-Krediten konnte ich meine passiven Einnahmen leicht steigern: sowohl bei Mintos* also auch bei Estateguru* bekomme ich jeden Monat eine Zinszahlung im 2-stelligen Bereich (zwischen 15 und 25 Euro).

Die Einnahmen durch den Blog sind im letzten Jahr sehr unregelmäßig gewesen. Meistens reichen sie gerade so, um die Kosten zu decken. Das ist also noch etwas unbefriedigend. Dieses Ziel werde ich mir daher auch wieder für das Jahr 2019 stecken: mehr Einnahmen durch die Webseite erzielen.

Das funktioniert natürlich nur, wenn ich hier wirklich einen Mehrwert für meine Leser biete. Darum werde ich mich weiterhin bemühen.

Vorsatz #4: Sparquote erhöhen

Auf die Erreichung dieses Ziels bin ich besonders stolz.

Denn ich hab es nicht nur erreicht, ich hab es sogar noch übertroffen. Geplant waren maximal 25% der monatlichen Einnahmen zu sparen (Anfang des Jahres lag ich bei ca. 21%). Mehr erschien mir zur Zeit einfach nicht realistisch.

Mitte des Jahres hab ich dann die ETF-Strategie optimiert und das neue Depot eröffnet. Da ich schon dabei war, das Ganze neu auszurichten und einen neuen Sparplan aufzusetzen, hat es sich angeboten auch die Höhe des monatlichen Sparbetrags zu ändern – nach oben hin, natürlich 😉

Ich wollte ein bisschen Risiko gehen – auch mit dem Hintergedanken, dass ich den Betrag ja jederzeit wieder ändern kann.

Falls ich z.B. merke, dass wir mit dem Betrag, der übrig bleibt, nicht klar kommen. Das war aber nicht der Fall.

Und somit liegen wir jetzt bei einer monatlichen Sparquote von 30%! Manchmal sind es wirklich nur die eigenen Glaubenssätze, die einem im Weg stehen.

Vorsatz #5: Großzügig sein

Ein Vorsatz, den ich nicht erst seit dem Jahr 2018 habe.

Ich will dankbar sein, für das, was ich habe. Ich kann ja nichts dafür, dass ich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland geboren wurde. Viele andere Menschen hatten und haben dieses Glück nicht.

Deswegen gebe ich gerne einen Teil meines verfügbaren Einkommens ab, damit anderen Menschen, denen es nicht so gut geht wie mir, geholfen werden kann.

Auch im Jahr 2018 habe ich wieder 10% vom Einkommen für wohltätige Zwecke gespendet.  Unter anderem für ADRA, das World Food Programme und unser Patenkind in Simbabwe (über WorldVision).

Einen Teil davon legen wir aber auch zur Seite, um spontan helfen zu können, wenn wir irgendwo eine Not sehen.

Mit unseren kleinen Beträgen können wir natürlich nicht die Welt verändern. Aber vielleicht dazu beitragen, dass sie zumindest ein klein wenig gerechter wird.

Und nicht nur die anderen profitieren: Spenden sind von der Steuer absetzbar und Geld für andere auszugeben macht glücklich!

Fazit

Fünf Ziele hatte ich mir Anfang des Jahres gesteckt.

Im Großen und Ganzen habe ich auch alle erreicht. Die laufenden Kosten zu senken ist eben – ja, wie soll ich sagen – ein laufender Prozess 😉 Die Krankenkassenkosten zu senken hat dieses Jahr noch nicht geklappt.

Ebenso sind die Einnahmen über den Blog nicht wirklich angestiegen.

Aber irgendwie wäre es ja auch langweilig gewesen, wenn ich wirklich alle Ziele erreicht hätte, oder? 😉

Für das nächste Jahr werde ich übrigens keinen Artikel über meine finanziellen Vorsätze verfassen. So viel kann ich allerdings verraten: Im Vordergrund wird definitiv die Steigerung des monatlichen Einkommens stehen.

Wie sieht’s bei dir aus? Welche finanziellen Ziele für das Jahr 2018 hattest du? Und hast du sie erreicht? Ich freu mich auf deinen Kommentar!

 

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