In 8 Schritten zur eigenen Vermögensaufbau-Strategie

Vermögensaufbau ist eigentlich nicht schwer.

Du brauchst die richtige Einstellung zu Geld (auch Mindset genannt), ein System, mit dem du deinen Vermögensaufbau automatisieren kannst und viel Geduld.

Denn in der Regel geschieht das nicht über Nacht.

Trotzdem kann es schwierig sein, die richtige Vermögensaufbau-Strategie zu finden. Immer wieder kommen dir die gleichen Fragen:

  • Wie viel soll ich denn jetzt monatlich sparen?
  • Wie viel soll ich davon für Notfälle zurücklegen?
  • Brauche ich dafür ein Tagesgeldkonto oder muss es ein Festgeldkonto sein?
  • Wie viel Risiko soll ich bei der Geldanlage eingehen? Soll ich es mit ETFs probieren oder doch lieber für ein Eigenheim sparen?
  • Und welche Rolle sollten P2P-Kredite spielen?

Das sind nur ein paar der Fragen, die ich mir vor nicht allzu langer Zeit auch gestellt habe.

Über die letzten Jahre hab ich sie nach und nach für mich beantworten können. Sodass ich jetzt meine eigene Vermögensaufbau-Strategie habe. Eine, mit der ich gut leben kann. Die zu mir passt. Und mich wenig zeitlichen Aufwand kostet.

Wie kommst du zu deiner eigenen Vermögensaufbau-Strategie?

Sich eine eigene Strategie für den Vermögensaufbau zurecht zu legen, kann ziemlich viel Zeit und Energie in Anspruch nehmen. Aber wenn du es einmal hinter dir hast, wirst du ungemein davon profitieren.

Nach meiner Erfahrung sind folgende Schritte auf dem Weg zur eigenen Strategie hilfreich:

1. Schritt: Setz dich grundsätzlich mit dem Thema Geld auseinander

Die meisten von uns haben weder in der Schule noch in der eigenen Familie gelernt, wie man richtig Vermögen aufbaut. Im schlimmsten Fall sogar schlechte Vorbilder im Umgang mit Geld gehabt.

Du musst dich also erst mal grundsätzlich mit dem Thema Geld auseinandersetzen. Die Entscheidung treffen, dass sich etwas ändern muss und du die volle Verantwortung für deine finanzielle Situation übernimmst.

Sonst ändert sich auch nichts daran.

Da du gerade diese Zeilen lest, nehme ich mal an, dass du diesen ersten Schritt schon gegangen bist 😉

2. Schritt: Bilde dich finanziell weiter

Als nächstes solltest du anfangen, dich intensiv und regelmäßig mit dem Thema Geld zu beschäftigen.

Finanzielle Bildung ist hier das Stichwort.

Das Wissen ist überall kostenlos vorhanden. Auf diversen Finanzblogs, in Podcasts (wenn du eher der Audio-Typ bist) und in Videos. Und wenn du ein paar Euro investierst natürlich auch in Büchern.

Damit verschaffst du dir einen Überblick über verschiedene Herangehensweisen zum Thema Vermögensaufbau und entdeckst, was alles möglich ist.

Finanzbildung ist ein wahrer Augenöffner. Zumindest war es das für mich.

3. Schritt: Ordne deine Finanzen

Je mehr du dich finanziell weiterbildest, desto mehr wird dir auffallen, dass du Änderungen vornehmen musst.

Aber wo sollst du bloß anfangen?

Am besten, in dem du dir einen Überblick über deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben verschaffst. Nur so kannst du herausfinden, was genau du ändern musst.

Wenn du eher „old-school“ bist, kannst du ein ganz normales Haushaltsbuch* dafür benutzen. Ich persönlich mache das lieber per Smartphone-App und nutze zusätzlich auf meinem Computer die Anwendung Numbers (das Mac Pendant zu Excel).

Um einen realistischen Überblick zu bekommen, solltest du dies mindestens ein halbes Jahr lang machen. Denn nicht jeder Monat ist gleich.

Nach einer Weile wirst du dann erkennen, wo dein Geld regelmäßig hin fließt und wie viel (bzw. wie wenig) du am Ende des Monats im Durchschnitt übrig hast.

4. Schritt: Überdenke deine Konsumgewohnheiten

Beim Ordnen deiner Finanzen wird dir sehr wahrscheinlich auffallen, dass du über den Monat verteilt immer wieder kleinere Geldbeträge ausgibst. Manchmal handelt es sich um wichtige, unausweichliche Ausgaben, oft aber nicht unbedingt.

Diese kleinen, meist unnötigen Ausgaben nennt David Bach, der Autor des Bestsellers „The Automatic Millionaire“*, den Latte-Factor. Du kaufst dir z.B. jeden morgen auf dem Weg zur Arbeit für 2,50 € einen Coffee-to-Go. Du könntest dir stattdessen einfach von zu Hause einen in der Thermoskanne mitnehmen (oder ganz dem Kaffee entsagen ;-)).

Deine Konsumgewohnheit kostet dich also jeden Monat 50 Euro (bei 20 Arbeitstagen im Monat).

Aufs Jahr verteilt sind das 600 Euro.

Stell dir vor, du würdest diese 50 Euro im Monat intelligent investieren. Bei einer jährlichen Verzinsung von 7% hättest du nach 10 Jahren über 8.000 €, nach 20 Jahren über 25.000 € und nach 30 Jahren fast 60.000 € an Vermögen.

Nur weil du eine einzige, kleine Konsumgewohnheit umgestellt hast und jeden Tag 2,50 € weniger ausgibst.

5. Schritt: Richte dir ein Sparsystem ein

Einer der häufigsten Fehler beim Umgang mit Geld findet beim Sparen statt. Denn oft wird der Zeitpunkt falsch gewählt: am Ende des Monats sparst du das, was dann vom Einkommen (hoffentlich) noch übrig ist.

Das Ergebnis? Du sparst sehr unregelmäßig und in vielen Monaten wahrscheinlich gar nicht.

Weil eben nichts vom Gehalt übrig geblieben ist.

Auf Englisch sagt man: You have to pay yourself first. Du musst als allererstes dich selbst bezahlen. In dem du direkt nach Gehaltseingang einen Prozentsatz des verdientes Geldes auf die Seite legst (also sparst).

Du bezahlt sozusagen dein zukünftiges Ich 😉

Um das Ganze für dich noch einfacher zu machen, richtest du dir ein Sparsystem ein. Das besteht aus einem Tagesgeldkonto* und einem Dauerauftrag. Du musst also nicht weiter drüber nachdenken und hoffen, dass du nächsten Monat nicht wieder vergisst zu sparen.

Ab jetzt passiert das automatisch.

6. Schritt: Richte dir alle nötigen Konten und Depots ein

Das Tagesgeldkonto, das du beim vorigen Schritt eröffnet hast (falls du noch keins hattest), ist nur der Anfang.

Denn in der Regel hat keiner Zeit, sich ständig mit den eigenen Finanzen und deiner Vermögensaufbau-Strategie zu beschäftigen. Du vermutlich auch nicht.

Deswegen brauchen wir ein System. Und dazu gehören verschiedene Konten und ein Wertpapierdepot*. Wie viele und welche Konten du einrichtest hängt von deiner Strategie und deinem System ab.

Ich habe beispielsweise ein eigenes Tagesgeldkonto für unser Urlaubsgeld, eins für alle zukünftigen Autokosten und eins für unseren Notgroschen – also das Geld, was zur Verwendung kommt, wenn die Spülmaschine den Geist aufgibt oder die Krankenversicherung eine lebensnotwendige Behandlung nicht übernimmt.

Wenn du aber in der Stadt wohnst und kein eigenes Auto brauchst, fällt dieses Konto natürlich weg.

Daher: Überlege dir zunächst, welche und wie viele Konten du tatsächlich brauchst, bevor du dich bei 5 verschiedenen Online-Banken anmeldest.

7. Schritt: Beschäftige dich mit Geldanlage

Vermögensaufbau ohne Geldanlage ist wie Rodeln ohne Schlitten.

Du kommst zwar auf deinem Hinterteil auch irgendwie den Berg herunter, aber in der Regel viel, viel langsamer. Durch dein systematisches Sparen wirst du zwar jeden Monat etwas vermögender, doch die Inflation frisst einen Teil deiner Ersparnisse wieder auf.

Dadurch dauert alles viel, viel länger.

Um wirkliche Fortschritte zu machen musst du dein Geld intelligent investieren. Das geht am einfachsten mit börsengehandelten Indexfonds, sogenannte ETFs.

Damit investierst du breit gestreut in den internationalen Aktienmarkt und profitierst vom Wachstum der Weltwirtschaft. Als langfristig orientierter Moneybuilder bist du geduldig und sitzt Wirtschaftskrisen einfach aus, in dem du nicht in Panik verfällst und deine ETFs gleich verkaufst, wenn die Kurse in den Keller rutschen.

Beschäftige dich mit Geldanlage, bis du deine eigene Vermögensaufbau-Strategie entwickelt hast. Eine Strategie, bei der du dich wohl fühlst und die Inflation nur noch im Rückspiegel siehst.

Lies Bücher wie So werden Sie reich wie Norwegen* oder Die Faulbär-Strategie zur Million*. Bilde dich auf diversen Finanzblogs weiter. Investiere in dich und deine finanzielle Bildung.

8. Schritt: Richte dir ein Geldanlage-System ein

Du merkst schon: ich halte nicht viel davon, sich ständig mit dem eigenen Vermögensaufbau beschäftigen zu müssen.

Ich bin ein großer Fan von Systemen. Diese müssen nur einmal eingerichtet werden und laufen dann mit minimaler Betreuung weiter. Das gilt sowohl für das bereits angesprochene Sparsystem wie auch für das Geldanlage-System.

Ein Wertpapierdepot*, einen fixen monatlichen Sparbetrag und einen ETF-Sparplan. Mehr brauchst du nicht und schon ist dein Geldanlage-System eingerichtet.

Wenn du noch wenig Erfahrung hast und etwas unsicher bist, fang mit 25 oder 50 Euro im Monat an. Die meisten Menschen zögern zu lange und haben tausend Ängste, was alles schief gehen könnte.

Ein „unperfekter“ ETF-Sparplan ist immer noch besser als gar keiner.

Das schaffst du nicht?

Ich gebe zu: es ist nicht unbedingt einfach, sich eine eigene Vermögensaufbau-Strategie zuzulegen.

Je nachdem, wie viel finanzielle Bildung du bereits hast, kann es Jahre dauern, bis du dich wirklich finanziell fit fühlst und dir ein voll automatisches System für den Vermögensaufbau eingerichtet hast.

Deswegen möchte ich dir ein Angebot machen. Ich biete zur Zeit kostenlose Coaching-Calls im Umfang von 20-30 Minuten an. Dabei reden wir ganz speziell über deine individuellen Fragen zum Thema des Vermögensaufbaus.

Wir analysieren gemeinsam deine Situation und schauen, wo wir am Besten ansetzen können, um dich finanziell voranzubringen.

Fazit

Eine eigene Vermögensaufbau-Strategie zu entwickeln ist nicht unbedingt einfach.

Wer Vermögen aufbauen, fürs Alter vorsorgen oder einfach keine finanziellen Sorgen mehr haben möchte, kommt da allerdings nicht drum herum.

Die beschriebenen 8 Schritte haben mir geholfen, eine Strategie zu entwickeln, mit der ich mich wohl fühle. Ich bin mir sicher, dass sie auch dir dabei helfen können.

Wenn du Hilfe bei der Umsetzung brauchst oder einfach schneller vorankommen möchtest, kannst du dich gerne für einen kostenlosen Coaching-Call mit mir bewerben.

Denk dran: es gibt keinen besseren Tag, um mit dem Vermögensaufbau anzufangen als heute 😉

Wie sieht deine Vermögensaufbau-Strategie aus? Welche Schritte bist du gegangen, um sie zu entwickeln? Ich freu mich auf deinen Kommentar!

2 Gedanken zu „In 8 Schritten zur eigenen Vermögensaufbau-Strategie“

  1. Moin Carsten,

    ein schöner Artikel Über den Aufbau deiner eigenen Vermögensaufbaustrategie.

    Punkt 2 ist wirklich nicht zu unterschätzen. Ohne dich mit der finanziellen Bildung auseinander zu setzen kommst du nicht weiter.

    Ein wichtiger Punkt würde mir noch einfallen: Finde ein Einnahem / Ausgaben System welches für dich passt. Denn es gibt ja die unterschiedlichsten Wege seine Ausgaben im Zaun zu halten und wir wollen ja trotzdem leben und nicht nur sparen, um zu sparen. Ich zum Beispiel Arbeite mit Budgets für zum Beispiel essen gehen oder sonstiges. Andere wiederum arbeiten mit Konten.

    Ich bin gespannt, was ich hier noch alles finde.

    Viele Grüße

    Björn

    1. Hi Björn,

      Danke für deinen Kommentar! Ja, da hast du natürlich Recht. Jeder muss ein System finden, das für ihn oder sie passt. Aber das Prinzip ist letztendlich immer das Gleiche: weniger auszugeben als man einnimmt.

      Schöne Grüße,
      Carsten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.