5 Gründe für den Vermögensaufbau mit ETFs

5 Gründe für den Vermögensaufbau mit ETFs

Inzwischen ist es ja kein großes Geheimnis mehr:

Ich bevorzuge den Vermögensaufbau mit ETFs. Ja, ich investiere auch in P2P-Kredite, aber der Hauptanteil meines Vermögens steckt in ETFs. Und das wird auch immer so bleiben.

Wer meinen E-Mail Kurs zum Investieren an der Börse absolviert hat, weiß, warum ich von dieser Geldanlageform so überzeugt bin.

Für diesen Artikel stelle ich dir 5 Gründe vor, die für den Vermögensaufbau mit ETFs sprechen und warum ich diese Fonds für das optimale Geldanlagevehikel für Kleinanleger halte.

#1: Die Diversifikation

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan der Diversifikation bin. Für Menschen wie Warren Buffett oder Robert Kiyosaki mag es sinvoll sein, einzelne Investments auszuwählen und damit im Erfolgsfall hohe Renditen einzufahren.

Für die Mehrheit aller Privatanleger ist die Risikostreuung (auch Diversifikation genannt) die beste und langfristig lukrativste Option.

Je nachdem, wie du dein Geld anlegst, ist es entweder relativ einfach oder relativ schwer eine angemessene Diversifikation (in der Regel eine Streuung über 100 verschiedene Positionen/Investments) zu erzielen.

Wie viel Eigenkapital brauchst du beispielsweise, um hundert verschiedene Immobilien zu kaufen? Selbst wenn du nur 5.000 € Eigenkapital pro Immobilie einsetzt, sind das am Ende 500.000 €. Nicht gerade Kleingeld.

Wie viel Geld brauchst du, um Einzelaktien von 100 verschiedenen Unternehmen zu kaufen? Kommt natürlich auf den Kurs der einzelnen Aktien und die Gebühren deines Brokers an. Aber mehrere hundert Euro wirst du am Ende mindestens brauchen, meistens sind es jedoch mehrere tausend.

Wie viel Geld brauchst du aber, um in mindestens 100 Unternehmen investiert zu sein? Weniger als 30 € – wenn du einen ETF kaufst.

#2: Die Flexibilität

Wir leben in einer sehr volatilen Zeit. Wer weiß schon, was morgen passieren wird, geschweige denn nächsten Monat oder nächstes Jahr.

Daher ist es ungemein wichtig, auch bei den eigenen Finanzen flexibel zu bleiben.

Eine eigengenutzte Immobilie für die Altersvorsorge zu kaufen ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Flexibilität. Wenn sich die Lebensumstände ändern, kann das schöne Haus und der damit verbundene Kredit schnell zur Belastung werden.

Das Gleiche gilt natürlich auch für Immobilien, die als Kapitalanlage genutzt werden.

Der Vorteil vom Vermögensaufbau mit ETFs ist eben die Möglichkeit, jederzeit Anteile verkaufen zu können, den monatlichen Sparplan einfach zu pausieren oder an die neuen finanziellen Gegebenheiten anzupassen.

So wie es für dich in deiner jetzigen Lebenssituation am besten passt.

#3: Die geringen Kosten

Die durchschnittlichen Kosten eines Hauskaufs? Oft mehr als 10% des Kaufpreises.

Bei einem aktiv gemanagten Investmentfonds? Mit Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühren kommst du in der Regel auf mindestens 5% der investierten Summe.

Bei einem ETF? Wenn du ihn im Rahmen eines Sparplans monatlich kaufst, weniger als 2%. Je nach Broker kostet dich dein Sparplan maximal 1,5%, die Gesamtkosten des ETFs während der Haltedauer (abgekürzt TER = Total Expense Ratio) liegen in der Regel unter 0,5%.

Rechenbeispiel: Wir nehmen an du kaufst dir Anteile an einem Investmentfonds, einmalig für 10.000 Euro. Anschließend besparst du den selben Fonds mit 100 Euro im Monat. Bei einem Ausgabeaufschlag von 5% und Verwaltungsgebühren von 1,5% hast du nach einer Laufzeit von 20 Jahren aus deinem eingesetzten Kapital 130.272 € gemacht (bei einer jährlichen Rendite von 7%). Hättest du stattdessen einen ETF gewählt und deine Gebühren damit auf insgesamt 2% (1,5% für jede Transaktion und 0,5% während der Haltedauer) gesenkt, wären am Ende 169.688€ dabei herausgekommen.

Die Rendite und die Laufzeit sind exakt die selbe.

Aber durch den Unterschied bei den Gebühren hast du bei einer Investition in einen ETF am Ende fast 40.000 € mehr zur Verfügung!

Das ist die Macht der Gebühren bei der Geldanlage. Sie wird immer noch viel zu häufig unterschätzt.

#4: Die niedrige Einstiegshürde

Einer der größten Mythen über das Investieren an der Börse ist, dass es nur etwas für Profis sei. Für Laien sei das alles viel zu kompliziert. Doch das stimmt nicht.

Es war noch nie so unkompliziert wie heute, als Klein- und Privatanleger an der Börse einzusteigen.

Auch ohne vorher Wirtschaftswissenschaften studiert oder eine Ausbildung zum Börsenmakler absolviert zu haben.

Ein weiteres, sehr weit verbreitetes Missverständnis, ist folgendes: „Ich kann mir gar nicht leisten an der Börse zu investieren, so viel Erspartes hab ich nicht.“ Auch das stimmt nicht. Denn ETF-Sparpläne fangen bereits ab 25 Euro im Monat an. Das ist eine Summe, die eigentlich jeder entbehren kann.

ETFs und ETF-Sparpläne sind daher für mich so etwas wie die Revolution des Vermögensaufbaus. Menschen, die früher aufgrund ihrer finanziellen Situation davon ausgenommen waren, ihr Geld an der Börse anzulegen, können heute damit über viele Jahre ein Vermögen aufbauen oder sogar passives Einkommen generieren.

#5 Das Sondervermögen

Eine der größten Sorgen deutscher Anleger lautet: „Ist mein Geld denn da auch sicher?“

Die Zeiten des guten, alten Sparbuchs sind vorbei und die Renditen auf Tagesgeldkonten (die durch die Einlagensicherung grundsätzlich als sehr sicher gelten) liegen weit unter der durchschnittlichen Inflationsrate.

Auf der Suche nach höheren Zinsen landet man dann unweigerlich bei Aktien und ETFs. Die Renditen von 7% im Jahr klingen verlockend, aber wie sicher ist mein Geld in so einem ETF?

Sicherer als du denkst. Das liegt daran, dass dein dort angelegtes Geld als sogenanntes Sondervermögen gilt. Dein investiertes Kapital wird beim Fondsverwalter getrennt von deren Vermögen aufbewahrt. Genauer gesagt, bei einer unabhängigen Depotbank. Sollte die Fondsgesellschaft pleite gehen, ist dein Geld vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.

Sogar bei einer Insolvenz der Depotbank ist dein Geld nicht weg.

Laut dem unabhängigen Portal „Finanztip“ gehen deine Fondsanteile in einem solchen Fall an einen anderen Treuhänder über, der dann als neue Verwahrstelle dient.

Wie ich es bereits in meiner E-Mail Serie zum Thema erkläre: das größte Risiko bei einer Anlage in ETFs bist du. Denn die größte Herausforderung liegt darin, auch bei Kurseinbrüchen und Weltwirtschaftskrisen die Ruhe zu bewahren. Wer dann stattdessen in Panik seine Anteile verkauft, macht mit Sicherheit Verluste.

Fazit

Meines Erachtens gibt es mehr als genügend Gründe für den Vermögensaufbau mit ETFs. Fünf davon habe ich hier näher erläutert.

Mit ETFs hast du die Möglichkeit mit relativ wenig Kapital breit gestreut in den internationalen Aktienmarkt zu investieren und durch diese Diversifikation dein Risiko zu verringern. Im Gegensatz zu der Anlage in Immobilien bist du mit ETFs wesentlich flexibler und im Vergleich mit aktiv gemanagten Investmentfonds kommst du viel günstiger weg.

ETFs sind nicht nur etwas für Profi-Anleger und Großverdiener. Ab 25 Euro im Monat kann jeder vom Wachstum der Weltwirtschaft profitieren. Und interessanterweise ist dein eingesetztes Kapital als Sondervermögen sogar relativ sicher.

Aufgrund dieser 5 Gründe hab ich mich schon vor Jahren dazu entschieden, Vermögensaufbau mit ETFs zu betreiben.

Wie sieht’s bei dir aus? Investierst du auch in ETFs und wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

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