Systematisch sparen – der 5-Punkte Plan für mehr Geld

I work all night, I work all day, to pay the bills I have to pay
Ain’t it sad
And still there never seems to be a single penny left for me
That’s too bad

So beginnt einer der bekanntesten Songs der schwedischen Pop-Gruppe ABBA: Money, Money, Money

Obwohl das Lied schon etliche Jahrzehnte alt ist, scheint das beschriebene Problem für viele nach wie vor hochaktuell zu sein. Irgendwie ist am Ende immer zu wenig Geld da.

Vielleicht geht’s dir ähnlich?

Ein weiser Mann hat mal gesagt:

„Wenn du reich werden willst, musst du entweder wesentlich mehr Geld verdienen als du ausgibst, oder wesentlich weniger ausgeben als du verdienst.“

Im Folgenden werden wir uns mit der zweiten Möglichkeit näher befassen, also mit dem weniger ausgeben.

Der Einfachheit halber nennen wir es ab jetzt einfach sparen.

Viele von uns haben es bisher nicht geschafft, in die komfortable Lage zu kommen, dass wir wesentlich mehr verdienen als wir ausgeben. Genau aus diesem Grund ist das systematische Sparen so wichtig für den Vermögensaufbau.

Wer systematisch spart, der bezahlt sich quasi regelmäßig selbst.

Wie das klappt und wie du damit deinen Vermögensaufbau beschleunigen kannst, zeige ich dir anhand dieses 5-Punkte Plans.

1. Fang früh an

Wer bereits frühzeitig mit dem systematischen Sparen anfängt, der ist klar im Vorteil. Das haben uns Peter und Paul schon eindrücklich bewiesen.

Wer den Zinseszinseffekt verstanden hat, kann fast gar nicht anders, als sofort mit dem Sparen anzufangen. Die Aussichten auf stetig geringer werdende Geldsorgen und ein kleines Vermögen im Alter sind einfach zu gut.

Am besten ist es daher, wenn man bereits als Kind das regelmäßige Sparen lernt und übt.

Wenn du Kinder hast, zahle ihnen ein für ihr Alter angemessenes Taschengeld und bringe ihnen bei, wie man systematisch spart.

Kaufe ihnen nicht sofort alles, was sie brauchen, sondern lass sie solange dafür sparen, bis sie es sich selbst kaufen können. So lernen sie bereits in jungen Jahren den Wert von und den richtigen Umgang mit Geld.

Wenn du die Möglichkeit hast, richte ihnen ein gut verzinstes Tagesgeldkonto* ein. Dann können sie sehen, wie sich ihr Geld vermehrt und merken, dass es sich lohnt Geld auf die Seite zu legen.

Und für dich gilt: früh anfangen bedeutet jetzt anfangen. Nicht morgen oder nächste Woche, sondern heute noch.

Egal, wie alt du schon bist. Es ist ist nie zu spät, sich gute Gewohnheiten anzueignen.

2. Beachte die 80/20 Regel

Früh anfangen ist allerdings nur der erste Schritt. Als nächstes steht natürlich die Frage im Raum, wie viel du tatsächlich sparen solltest.

Hier gehen verständlicherweise die Meinungen auseinander, aber ein guter Richtwert ist die 80/20 Regel.

Lebe von 80% deines Einkommens, spare die restlichen 20%.

Wenn du es derzeit nicht schaffst, 20% deines monatlichen Einkommens auf die Seite zu legen, dann hast du zwei Optionen.

Entweder du lädst dir meinen kostenlosen Ratgeber mit praktischen Spartipps herunter (siehe Artikelende) und liest meinen Artikel zum achtsamen Ausgeben. Wenn du das Gelesene konsequent umsetzt, hast du bald keine Probleme mehr auf die 20% zu kommen.

Oder du fängst erst einmal klein an: mit 10 oder 5%. Mit der Zeit wirst du deine Finanzen besser in den Griff bekommen und deine Sparrate nach und nach erhöhen können.

Vielleicht gehörst du aber auch zu der Gruppe Menschen, die sogar noch mehr sparen können. 30, 40, oder sogar 50%?

Noch besser!

Du näherst dich mit großen Schritten der finanziellen Freiheit.

Aber achte dabei auch auf deine Lebensqualität (mehr dazu unter Punkt 5). Grundsätzlich ist die 80/20 Regel ein guter Richtwert, um sich langsam aber sicher ein kleines Vermögen aufzubauen.

3. Spare am Monatsanfang

Viele machen einen riesengroßen Fehler, wenn sie sparen: Sie versuchen es am Monatsende.

Das Problem dabei? Meistens ist dann gar nichts oder kaum noch etwas vom Einkommen übrig.

Wenn es mit dem systematischen Sparen klappen soll, muss man sich gleich nach Eintreffen des Gehalts selbst bezahlen.

Ja, sogar noch bevor man irgendwelche anderen Rechnungen zahlt. Am besten, du richtest dir gleich einen Dauerauftrag auf ein anderes Konto ein.

Bei mir z.B. geht ein (größerer) Teil des Sparbetrags in mein Wertpapier-Depot*, der andere geht auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto* (nur für kurzfristige Sparziele).

Nur so stellt man sicher, dass systematisch gespart wird.

Und dass überhaupt etwas angespart wird.

Systematisch sparen im Glas
Quelle: Nattapol Sritongcom/Shutterstock

4. Suche laufend neues Sparpotenzial

Es gibt Menschen, die sind knausrig. Geizig. Drehen jeden Cent fünfmal um.

Dafür plädiere ich an dieser Stelle nicht.

Mir geht es hier viel mehr darum, sich immer wieder zu überlegen, ob man ein Produkt oder eine Dienstleistung eventuell günstiger bekommen könnte, ohne die eigene Lebensqualität dadurch zu beeinträchtigen.

Schau dir deine größten monatlichen Ausgaben an. Müssen sie so hoch sein oder gibt es eine günstigere, aber qualitativ gleichwertige, Variante?

Oft sind das dann Dinge, die sich nicht von heute auf morgen ändern lassen (Miete, Handyvertrag, etc.).

Aber es kann sich langfristig gesehen lohnen, darüber nachzudenken und sich nach einer günstigeren Lösung umzusehen.

Außerdem solltest du dir überlegen, worauf du verzichten könntest. Braucht deine Familie wirklich zwei Autos oder könnte einer mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren? Oder sogar mit einem E-Bike?

Ist das Fitnessstudio-Abo wirklich notwendig oder könntest du auch genauso gut zu Hause mit deinem eigenen Körpergewicht trainieren (Stichwort Freeletics)?

Diese Fragen wirst du natürlich nicht jedes Mal mit ja beantworten können. Aber fragen kostet ja bekanntlich nichts. 😉

5. Spare nicht um jeden Preis

Ich hätte diesen letzten Punkt auch anders nennen können: Spare nicht an der falschen Stelle.

Wenn du anfängst um jeden Preis zu sparen, wirst du merken, dass deine Lebensqualität nicht mehr die selbe ist.

Weil du jeden Cent fünfmal umdrehst, hast du verlernt, das Leben auch einfach mal zu genießen.

Deswegen: Gönn dir ab und zu mal was!

Frage dich:

  • Was sind meine Werte?
  • Was ist mir wirklich wichtig im Leben?

Und dann lebe danach!

Meiner Frau und mir ist zum Beispiel ein gesunder Lebensstil sehr wichtig. Darum sparen wir nicht, wenn es um gesundes und schmackhaftes Essen geht.

Dafür sparen wir wieder an anderer Stelle mehr. Wir besitzen zum Beispiel keinen Fernseher (das spart Strom), wir kochen und essen meistens zu Hause und wir kaufen uns für gewöhnlich keine Dinge, die wir nicht wirklich brauchen und die uns nicht glücklich machen.

Und natürlich nutzen wir dieses kleine Gerät, um weniger Warmwasser zu verbrauchen (was eben auch viel Strom spart).

Also denk dran: Übertreib es nicht mit dem Sparen. Don’t forget to enjoy your life!

Fazit

Letztendlich wäre es doch schade, wenn es dir dauernd so ginge, wie ABBA in „Money, Money, Money“, oder?

Sich ständig finanzielle Sorgen machen zu müssen, macht keinen Spaß. Mein Tipp an dich, um das zu vermeiden: systematisch sparen.

Fang am besten noch heute damit an.

Richte dir einen Dauerauftrag ein, damit das Geld gleich zu Beginn des Monats weg ist und für dich nicht mehr zur Verfügung steht.

Denke dabei an die 80/20 Regel und versuche deine Sparrate laufend zu erhöhen.

Aber vergiss eins nicht: Sparen ist auch nicht alles 😉 Genießen muss immer mal wieder drin sein.

Oder was meinst du dazu?

 

4 Antworten auf „Systematisch sparen – der 5-Punkte Plan für mehr Geld“

  1. Danke auch für diesen Artikel. Was auch immer hilft: Direkt das zu sparende Geld per Dauerüberweisung auf ein anderes Konto überweisen. So kann man direkt nur das Geld ausgeben, was eben da ist 😉

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