3.000 Euro in 2 Stunden – Wie ich das geschafft habe

Klingt irgendwie unseriös? Nicht legal machbar? Und ob! Manche schaffen es sogar in weniger als zwei Stunden. Zugegeben, der Verdienst ist nicht immer so hoch, aber mehrere hundert Euro springen dabei eigentlich immer heraus.

Wie hab ich das also geschafft?

Nein, ich habe nicht die Hälfte meines Hausrats bei Ebay verkauft. (Meine Frau wäre nicht so glücklich).

Ich war auch nicht bei Günther Jauch in „Wer wird Millionär?“ (Vielleicht eines Tages).

Wenn ich ganz ehrlich bin und wenn man’s genau nimmt, habe ich die 3.000 Euro auch nicht „verdient.“ Ich hab sie zurückbekommen. Also eigentlich haben sie mir schon vorher gehört. Quasi.

Gut, ich will dich nicht länger auf die Folter spannen.

Die Steuererklärung lohnt sich

Ich habe vor kurzem meine Steuererklärung gemacht. Das hat etwas länger als zwei Stunden gedauert. Da ich das mit einer sehr praktischen Software mache, wird mir sogar angezeigt, wie viel ich voraussichtlich vom Finanzamt zurückbekommen werde.

Sobald ich das tatsächliche Ergebnis bekomme, werde ich das natürlich an dieser Stelle bekanntgeben. Meiner Erfahrung nach ist die Software allerdings ziemlich genau und der Unterschied zwischen der Berechnung und der tatsächlichen Rückerstattung dürfte sehr gering sein.

Update: Ich habe tatsächlich auf den Cent genau, den von der Software berechneten Betrag zurückbekommen (fast 4.000 Euro waren es am Ende).

Bei mir war im letzten Jahr einiges los und somit fällt meine Steuererstattung vielleicht etwas hoch aus, aber das sollte dich nicht davon abhalten deine eigene Steuererklärung zu machen.

Im Durchschnitt bekommt nämlich jeder Deutsche 900 Euro vom Finanzamt zurück.

Bei einer Bearbeitungszeit von 2 Stunden ist das immerhin ein Stundenlohn von 450 Euro. Ich geh mal davon aus, dass deiner üblicherweise leicht darunter liegt, oder? 😉

Damit du auch absolut keine Ausreden mehr hast, hab ich ein kurzes Tutorial-Video für dich aufgenommen, in dem ich dir zeige, wie du mit der Software von WISO Steuer (hier gibt’s die Software für PC* und hier für Mac*) in 2 Stunden oder weniger deine Steuererklärung erledigen kannst.

Achja, übrigens: Die Zeitschrift Finanztest hat vor kurzem 11 aktuelle Steuersoftwareprogramme getestet. Nur drei davon haben die Note „gut“ erreicht. Mit dabei: WISO Steuer.

Also:

Einfach mal das Video anschauen und gleich nachmachen!

Es warten 900 Euro auf dich (vielleicht sogar mehr).

 

Wann lohnt sich die Steuererklärung besonders?

Diese 5 Tipps könnten dir übrigens noch mal dabei helfen, bei der Steuererklärung einige Euro mehr zurück zu holen und dadurch die 900 Euro zu überschreiten:

  • Du hast zu Hause ein Arbeitszimmer? Wenn du von deinem Arbeitgeber keinen fixen Arbeitsplatz für Büroarbeiten zur Verfügung gestellt bekommst, kannst du die Kosten für das Arbeitszimmer, das du zu Hause nutzt, von der Steuer absetzen.
  • Du fährst jeden Tag zur Arbeit? Auch dafür bekommst du vom Finanzamt Geld zurück. Und zwar egal, ob du mit dem Fahrrad oder dem Auto gefahren bist. Das entscheidende ist die Kilometeranzahl. Wenn möglich, könntest du also mit dem Fahrrad zur Arbeit und noch mehr Geld sparen.
  • Du hast eine Putzfrau? Falls du deine Wohnung oder dein Haus nicht selber sauber machen möchtest, kannst du eine Putzfrau anstellen. Wenn du dafür Geld vom Finanzamt bekommen möchtest, darf diese natürlich nicht schwarz bei dir arbeiten und du solltest sie möglichst nicht bar bezahlen, sondern per Überweisung.
Arbeitszimmer zu Hause? Bei der Steuererklärung angeben
Quelle: donterase/pixabay
  • Du hast einen Handwerker gebraucht? Wenn ein Schornsteinfeger bei dir war oder ein Klempner deine verstopfte Toilette (soll vorkommen) wieder in Ordnung gebracht hat, kannst du auch dafür Geld zurückbekommen. Einfach die Rechnungen aufheben, damit du sie gegebenenfalls nachreichen kannst.
  • Du hast gespendet? Auch das wird vom Finanzamt gewissermaßen belohnt, indem du einen gewissen Prozentsatz deiner Spende zurückbekommst. Voraussetzung ist, dass du eine Spendenbescheinigung vorlegen kannst, denn ohne diese werden deine Angaben zum Spenden nicht berücksichtigt.

Wenn auch nur einer dieser 5 Punkte bei dir zutrifft, dürfte sich das Ausfüllen der Steuererklärung schon lohnen.

Muss ich überhaupt eine Steuererklärung abgeben?

Wenn du selbständig, Freiberufler, Land- oder Forstwirt, oder auch Gewerbetreibender bist, musst du auf jeden Fall eine Steuererklärung machen.

Die meisten Arbeitnehmer müssen keine Erklärung ausfüllen und abgeben, doch gerade für sie kann es sich sehr lohnen, wie du bereits oben gesehen hast.

Deswegen: probier’s einfach mal aus!

Auch wenn am Ende dabei für dich weniger herausspringt, als du erwartet hast: Was hättest du in den zwei Stunden sonst gemacht?

Sei ehrlich 😉 Bestimmt kein Geld verdient, oder?

Übrigens: Wenn du es noch genauer wissen willst, ob du eine Steuererklärung abgeben musst oder nicht, findest du hier eine ausführliche Erklärung.

Kann ich das nicht an einen Steuerberater abgeben?

Klar kannst du das.

Lohnt sich aber meistens erst, wenn du selbständig, Unternehmer oder Gewerbetreibender bist. Denn Steuerberater sind nicht billig. Und sind eigentlich erst dann notwendig, wenn es kompliziert wird.

Das ist aber bei einem ganz normalen Arbeitnehmer in der Regel nicht der Fall. Daher empfehle ich dir, es dann erst mal selber zu probieren – mit der erwähnten Software.

Die ist wesentlich günstiger als ein Steuerberater und führt dich auch als Steuererklärungs-Anfänger Schritt für Schritt durch den Prozess.

Fazit

Ich persönlich mache meine Steuererklärung seit ein paar Jahren selber und habe gute Erfahrungen damit gemacht.

Auch dieses Jahr (2017) hab ich mehrere tausend Euro vom Fiskus zurückbekommen. Bei einer „Arbeitszeit“ von wenigen Stunden, wäre es meiner Meinung nach fahrlässig, wenn ich die Steuererklärung nicht machen würde.

Als Arbeitnehmer muss ich sie zwar nicht machen, aber gerade für diese Gruppe der erwerbstätigen Bevölkerung lohnt es sich eine auszufüllen. Im Durchschnitt bekommt man nämlich 900 Euro zurück.

Und wenn du jeden Tag zur Arbeit fährst, eine Putzfrau beschäftigst, zuhause ein Arbeitszimmer hast, Handwerkerleistungen in Anspruch genommen hast oder besonders spendabel warst, kann es sich noch mehr lohnen, eine Steuererklärung abzugeben.

Heutzutage gibt es verschiedenste Computerprogramme und Webseiten, die diese eigentlich lästige Aufgabe wesentlich einfacher gemacht haben. Außerdem ist es viel günstiger als einen Steuerberater damit zu beauftragen.  Die Software, die ich nutze*, ist da nur eine von vielen Möglichkeiten.

Daher werd ich auch nächstes Jahr mir wieder ein paar Stunden Zeit nehmen, um meine Steuererklärung auszufüllen und ans Finanzamt zu schicken. Mal sehen, wie hoch mein Stundenlohn dann ausfällt. 😉

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Hast du noch weitere Tipps für das Ausfüllen der Steuererklärung? Schreib sie mir doch einfach in die Kommentare, damit die anderen Leser auch davon profitieren können.

2 Replies to “3.000 Euro in 2 Stunden – Wie ich das geschafft habe”

  1. Hallo Carsten,
    als kleinen Tipp für deine Leser: Es gibt in vielen Städten auch e.V., die bei dem Ausfüllen der LSE helfen. Man wird Mitglied und bezahlt im Vergleich zu einem Steuerberater recht wenig.
    Weiterhin ist das Abgeben einer LSE ab einem gewissen Einkommen auch Pflicht. Den genauen Wert müsste ich mal googlen.

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